Samstag, 26. September 2020

2020 Dolomiten und das Trentino - Abschluss

Nun warte ich auf den Hotelwirt, der mir helfen will mein Motorrad auf den Anhänger zu schieben. Aber vor 16:00 Uhr hat er keine Zeit, denn er macht gerade ein Nickerchen wie mir seine Frau verriet.

Morgen gegen 09:00 Uhr werde ich dann in Richtung Heimat starten. Ob ich die 850 km durchfahre, mache ich von der Verkehrssituation abhängig. Wenn nicht kann ich ja mir jederzeit ein Hotel am Rande der Autobahn suchen.

 

Fazit der Reise

Südtirol ist geradezu im September eine Reise wert, noch sehr grüne Täler, überall riecht es nach Wein und Obst, es ist nicht zu warm oder zu kalt zum Motorradfahren oder zum Wandern, und das Hotel Peter ist echt ein Tipp (Anmerkung: vor der Reise sollte man allerdings 2 Wochen fassten).
Ich werde wiederkommen, das steht fest. Eventuell schon nächstes Jahr im Juni mit meinem Bruder zusammen. Eigentlich hatte ich ja das Riesengebirge und das Tatra Gebirge vorgeschlagen, aber hier macht das Motorradfahren noch richtig Spaß, und auch das Wandern.

 

Somit ist jetzt der Reisebericht beendet. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Lesern und Leserinnen und hoffe ihr hattet etwas Unterhaltung beim Lesen. Gerne könnt ihr mich jederzeit zu den Beiträgen kontaktieren oder auch wenn ihr spezielle Fragen habt.

Bis zur nächsten Tour  in 2021 wünsche ich euch alles Gute und bleibt gesund - und hoffe, dass wir dann uns Corona-frei wieder bewegen dürfen.

Euer
Stefan

Der Hotelwirt ist noch augewacht😀

 

2020 Dolomiten und das Trentino - 2.Wandertag - endlich ein Wasserfall zum Abschluss

Ich suchte mir verschiedene Touren für heute raus, eine oberhalb 1000m und eine für unter 1000m. Die Wetterlage drüber war kalt und keine Sonne, da drunter gute 15 Grad und Sonne - also ab zum Kalterer See in die Rastenbachklamm - da sollte es einen Wasserfall geben. Ich brach schon früh auf, so dass ich schon gegen 10:00 die Wanderung startete und die ersten Kilometer für mich ganz alleine hatte. In der Klamm wurde es dann lebendiger, aber es ging - auf den schmalen Pfaden kam mir selten welche entgegen. Auf halber Strecke kam ich dann am Wasserfall an, und ja das war einer! Durch die letzten Tage schoss das Wasser mit lautem Getöse den Hang herunter und ich hatte das Bestreben mich hinein zustellen - aber ich ziehe nun doch lieber die Dusche vor obwohl der Wasserdruck gewiss stärker gewesen wäre als das Rinnsal aus meiner Hoteldusche.

Und wieder ein paar Eindrücke








Ist euch die Treppe aufgefallen?









 

 



2020 Dolomiten und das Trentino - 1.Wandertag - wenn dann so richtig

Hallo, wer gedacht hätte, ich höre so einfach auf meinen Blog zu beenden ohne vernünftigen Abschluss ist nun überrascht - hier nun die letzten zwei Tage meiner Dolomiten Tour 2020.

Wie ja bereits erwähnt, wurde zu gestern, Freitag, schlechtes Wetter angekündigt. Gewitter mit Starkregen war so ab 13:00 Uhr für den gesamten südlichen Raum der Alpen vorhergesagt. Da aber noch gegen 09:00 die Sonne schien, machte ich mich auf hier ums Eck in das Biotop "Butterloch" zu fahren, eine Klamm - Bletterbachschlucht - unterhalb des Weißhorn Gipfel (2317 m). Das nette Fräulein an der Kasse war sehr erstaunt heute einen Gast am Eingang des Biotops begrüßen zu dürfen, da die Klamm aufgrund des starken Regens der letzte Tage geschlossen war. Ich entschied mich für die Umrundung und drei Stunden sollten dafür reichen. Als ich dann aber oberhalb der Klamm unter dem Gipfel im breiten Flussbett stand, den vor mir liegenden Wasserfall schon hören konnte, kam von hinten ein lautes Donnern und Grollen - es war aber erst 12:00 Uhr. Daher brach ich die Tour ab und keine 5 Minuten später lief ich eiligst im Gewitter gegen Eingang. Nach einer Stunde stand ich dann wie ein begossener Pudel vor dem netten Fräulein und gab den Helm ab, den man in der Schlucht immer tragen muss. Mit einem breiten Lächeln verabschiedete sich die liebe Frau von mir und ich glaube sie sah nicht die große Pfütze, die ich vor ihrer Theke zurück ließ.   

Hier ein paar Eindrücke von der Wanderung







Nach einer kleinen Trockenphase im Hotelzimmer machte ich mich auf nach Bozen. Noch immer regnete es wie aus Eimern. In Bozen angekommen war es dunkel, dachte ich es wäre schon Abend, aber weit gefehlt es war erst gegen 16:00 Uhr. Mit Regenschirm suchte ich dann die nächsten Südtiroler Spezialitäten Läden auf und fuhr dann zum späten Nachmittag zurück in Richtung Hotel, bepackt mit allerlei Schmankerl aus Südtirol. Kaum war ich aus dem Tal raus, schlug der Regen in Schnee um und die Passstraße hinauf wurde immer glatter. Ich machte dann drei Kreuze als ich oben am Hotel an kam. Es entwickelte sich dann starker Schneefall und bis zum Abend hatten wir gute 10 cm Neuschnee. Wie gut das ich mein Hotelzimmer schon um eine Nacht verlängert hatte.

Eindrücke aus Bozen











 

Donnerstag, 24. September 2020

2020 Dolomiten und das Trentino - Pässe für mich ganz allein

Heute ging es dem Wetter geschuldet noch einmal in Richtung Süden in das Trentino bis an den Rand der Alpen bei Vicenza. Dabei entdeckte ich einsame Pässe, die dem Fahrer und Maschine alles abverlangten, enge Passtrassen mit ordentlich Steigung, Kehren wie mit einer heißen Nadel gestrickt, nicht übersehbare Kurven und Tunnel in den Berg geschlagen - ein Meisterwerk an Bauwerkskunst.
Teilweise wurde mir schwindelig, wenn ich nach rechts oder links in der Abgrund schaute, der zeitweise wenn mir ein Fahrzeug entgegen kam nur noch durch der Leitplanke sehr nah war. Aber es kamen zum Glück nicht viele mir entgegen, auch dem Wetter geschuldet, da es immer nasser wurde und besonders auf der Rückfahrt vom südlichsten Punkt mich mit Starkregen begleitete. So konnte ich aber testen was meine Goretex Kleidung so an Wasserdruck aushält und muss sagen alles trocken (ich hatte mal absichtlich auf eine Regenkombi als zweite Schicht verzichtet).

Um euch mal eine Eindruck zu vermitteln stelle ich hier mal zwei kurze Videos ein:

Am 3.Tag - irgend ein Pass, es waren soviele  😀


Heute - Pass Rivetta (und ich hatte Koffer dran 😀)
 


Was mir aber bereits in den letzten Tagen auffiel, aber heute noch mehr, war die große, nicht übersehbare Anzahl von nieder gemähten Fichten, kahlen Waldebenen und teilweilweise doch recht neuen Straßenbelag auf den Passtrassen. Bei einer Unterhaltung mit einem Wuppertaler Artgenossen kam auch die Erklärung: Ende Oktober 2018 wütete ein Orkan im südlichen Alpenraum bis zu hin zu Adria und verwüstete ganze Landstriche. Wen es interessiert hier ein Youtube Link von Wetter-Online:

Wetter-Online - In Südtirol ganze Wälder verwüstet

Und für die Arbeit, die in den letzten zwei Jahren in den Wiederaufbau bzw. Schadensbeseitigung geleistet wurde, zolle ich tiefen Respekt - das ist eine echte Powerleistung der Italiener.

Ich denke mal, das die heutige Tour meine letzte war. Ab morgen Früh soll es nur noch regnen, von Freitag auf Samstag sogar schneien - abhängig davon werde ich meine Abreise eventuell um einen Tag nach hinten verschieben auf Sonntag (habe ja zum Glück am Montag noch frei). Mal sehen was ich dann noch zu berichten habe - nur im Bett liegen bleiben tue ich bestimmt nicht.

Ein paar Fotos von heute habe ich dennoch

Pass Manghen - einer der schönsten Pässe im Süden
und die Hütte war geöffnet😊






Diesen Pass durfte ich bei Regen rauf und auf der gleichen Seite
wieder runter fahren- schade wenn man kein italienisch kann und das Schild am Passeingang übersieht der die Weiterfahrt aufgrund von Bauarbeiten nicht erlaubt



 

  Und hier wieder der Track zum Nachfahren (ein Teil fehlt leider) https://www.relive.cc/view/vevYD87d5yq