Ohne Frühstück ging es heute zeitig los, irgendwie wollte ich aus dieser schmudeligen Wohnung raus. Bereits um 08:00 war ich daher schon auf der Strasse. Da heute Sonntag ist, waren die Strassen noch recht leer und so kam ich nach einem kurzem Tankstop schnell an die Westküste. Was mir bereits hier auffiel, waren die vielen verbrannten Überreste von Bäumen, dies sollte sich auch bis kurz vor Athen nicht ändern. Das müssen die Überreste des verheerenden Waldbrands aus 2025 sein, auch fielen mir die vielen zerstörten Häuser auf. Aber von den so umworbenen Sandstränden kam keiner in meine Sicht, eher Kieselstrand. So gegen 10:00 holte ich dann mein Frühstück nach, in einer Strandbar und hier war ich der einzigste Gast - ich konnte mir den Platz aussuchen.
Weiter ging es dann einmal quer über die Insel an die Ostküste. Dabei erheben sich die Berge auf ca. 1000m Höhe, und das heißt Kurvenspass - aber mit Vorsicht, denn die Straßen sind nicht gerade sauber und die Griechen schneiden gerne die Kurven. Angekommen an der Ostküste war ich nun gespannt auf die Steilklippen. Aber zuerst fuhr ich zu einer abgelegenen Bucht, in der Hoffnung dort einen schönen Strand zu finden. Leider entpuppte sich das als Fehleranzeige, denn ausser viel Plastikmüll und einer alten Baracke war da nichts. Der Müll wird hier aus dem Meer angeschwemmt und wenn den keiner wegräumt, sehen die Buchten aus wie Müllkippen. Schade, aber das ist für mich wieder mal der Hinweis, das der Planet in Plastik erstickt.
Zurück auf dem Track über die Steilklippen, ging es anfänglich noch über eine schmale Straße entlang, die sich dann zu einer Schotterpiste mit der Breite eines Autos entwickelte. Gegenverkehr ist hier schlecht, und so kam es auch, zwei Autos vor mir - ich fragte mich wie kann man hier nur mit einem einem normalen Straßenauto entlang fahren - begegneten sie sich, und das bergauf fahrende Auto musste mehrere 100m zurücksetzen. Ich konnte mich an beiden vorbei quetschen. Das war eine schöne Abwechslung, die dann in einer Bucht mit dunklem Sand endete und ich hier eine versteckte Strandbar fand. Zurück ging es dann wieder über die Bergkette auf die Westseite und bei Chalkida setzte ich über die Brücke auf das Festland über. Ab da ging es auf kleinen Straßen durch die Landschaft rund um Athen, und die ist nicht berauschend. Viel Staub, viel Industrie und sehr schmutzig und kahl. Insgesamt macht mir die Gegend um Athen doch eher den Eindruck hier alles abzubauen was geht und die Natur nicht gerade zu begünstigen.
Nun bin ich in einem Hotel im Norden von Athen untergekommen, hat sogar einen Pool, nur der ist heute gesperrt da eine Hochzeit gefeiert wird. Das wird hoffentlich keine lange und laute Nacht.
Morgen Früh geht es erst mal zum Reifenhändler und anschliessend will ich Athen mit dem Motorrad erkunden. Zum späten Nachmittag will ich dann auf die Akropolis, aber vor 16:00 Uhr hat das dann keinen Sinn. Aber von meinem Hotel aus sehe ich drei Berge, die den Norden von Athen umkreisen - auf einem führt eine Strasse rauf. Mal sehen ob die noch morgen unter meine Räder kommt.
Es ist jetzt 22:15 und die Live-Musik - griechische Tanzmusik - startet am Pool und die Lautstärke erhöht sich schlagartig - na das wird was! Wenn nicht gehe ich runter, den Sirtaki Tanz kann ich noch. Müsste mir nur noch vorab eine gescheiten Anzug und Hemd besorgen - kann ja mal in der Herren Toilette mal Ausschau halten :-)
Live-Tracker: Balkan 2026





















































