Nach einer sehr erholsamen Nacht und einem kleinen Frühstück - Zwieback und Marmelade - ging es früh los zum Olymp. Es gibt zwei Auffahrten, einmal vom Osten und einmal vom Westen, wobei die vom Westen wesentlich höher geht auf ca. 2.500m. So fuhr ich in der frischen Morgenluft wieder gen Westen, also die gleiche Strecke wie ich am Vortag gekommen war. Nach einer Stunde war ich angekommen, und fand den Trial zum Einstieg für den Aufstieg zum Olymp, max. Höhe 2.950m.
Zuerst ging es über landwirtschaftliche Wege, vertrieb die Kühe, die auf dem Weg lagen und jagte die Pferde, bis sie rechts oder links einen Weg in den Hang fanden. Aus weiter Ferne sah ich den Aufstieg, der von unten recht steil aussah, sich wie ein Strich durch den Bergkamm nach oben zog.
Als ich dort ankam, ging es aber. Die Strecke war gut befahrbar, nur sehr weit nach aussen sollte ich nicht kommen, denn hier ging es weit hinunter. Die ersten Schneefelder tauchten auf, ich konnte noch am Rand vorbei fahren. Aber kurz vor dem Ziel auf ca, 2.300m war dann Schluss. Ein großes Schneefeld versperrte mir den Weg. So musste ich das Motorrad 100m zurück schieben, um dann drehen zu können. Alles ging gut und kein Ausrutscher, der mich nach unten hätte befördern können. So war ich kurz vor dem Ziel und musste doch dem Gipfel ade sagen. Runter nahm ich die selbe Strecke und bog dann, aber angekommen auf der Strasse, noch mal diese weiter Berg hoch ab. Aber auch hier war ein Ende an einem Militärposten - im Hintergrund sah ich die Skianlage. Ist wohl eine Kaserne der Gebirgsjäger.
So wurde mir dann auch klar, warum ich den ganzen Weg nach oben kein einziges anderes Fahrzeug sah, denn hier oben ist ausser Militär nichts. Ab zum nächsten Bergdorf und eine Kleinigkeit, griechischer Salat, als Belohnung für mich.
Anschliessend ging es nur noch in Richtung Küste, wobei ich mir den Spass nicht nehmen liess, abseits der Hauptroute ein paar Trials zu erkunden. Tanken, Geld abheben, und das Motorrad vom Dreck befreien lassen, liessen die letzten Stunden zum Abend hin schnell vergehen.
Zum Abendessen ging es noch mal in die Taverne von gestern, die Wirtin hatte mir ein traditionelles, selbst gekochtes Abendessen versprochen - und was war es: Musakka.
Morgen geht es dann in Richtung Süden weiter auf die Insel Euböa, am Montag möchte ich in Athen sein. Denn hier habe ich bereits mit einem Reifenhändler gesprochen und er hat für mich einen neuen Hinterradreifen. Zwar ist der jetzige noch nicht abgenutzt, aber aufgrund des Flickens möchte ich den nicht bis an seine Grenzen fahren. Denn nach Athen soll es dann auf den TET mit Off-road weitergehen.
Live-Tracker: Balkan 2026
















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen