Dienstag, 30. September 2025

Marokko 2025 – 3.Tag - Bhalil

Das war ein langer Tag. Nach ca 11 Stunden kamen wir in Bhalil an. Der heutige Tag startete mit dunklen schwarzen Wolken. Daher entschieden wir uns auf der Nationalstraße bis nach Chefchaouen zu fahren und wieder war es ein Ritt auf der Rasierklinge. Angekommen in dieser Touristenmetropole, fuhren wir zuerst zu einem marokkanischen Telefonladen und ich besorgte mir eine SIM-Karte für mein Navi. Ich war erstaunt über die eine Person, die am Schalter saß, und alle Kunden nacheinander in einer sehr ruhigen Art bediente. Auch mir konnte die freundliche Dame helfen und nach ca einer Stunde hatte ich endlich meine SIM-Karte. Derweil hatte Tom so einige Mühe sich der vielen Angebote auf der Straße zu erwehren, denn sobald man an der Straße anhält, wird man von einem Marokkaner angesprochen ob man denn nicht eine Stadtbesichtigung mit ihnen durchführen möchte. Tom, der die ganze Zeit draußen bei den Motorrädern wartete, musste sich also vieler Angebote erwehren und war froh über die anschließende Suche nach einem Kaffee außerhalb des Zentrums. Hier verbrachten wir die nächste Stunde und warteten auf das Ende des Regens. 
Nun sollte es in das Riffgebirge gehen, das bekannt ist für seinen illegalen Cannabis Anbau. Und wie sollte es auch anders sein, unsere Offroad Strecke führte uns durch die versteckten Täler der Plantagen. So allmählich kam auch die Sonne durch, nur die Wege waren noch mit dem Regen der letzten Tage recht matschig. So wurde es eine abenteuerliche Tour, die auch wieder stellenweise in eine Rutschpartie endete. Da wir nun hier sehr viel Zeit aufbrachten, beschlossen wir die letzten 100 km auf Asphalt zurückzulegen. Aber auch diese waren dann atemberaubend mit ihren Aussichten in die Weiten der Berge und Hügellandschaften.

Gegen Mittag, das ist bei uns schon Sitte, suchen wir uns stets das Hotel für den kommenden Abend. Da wir beide keine große Lust hatten auf eine Übernachtung in Fez, kamen wir auf die Idee die kleine Pension südlich dieser Metropole in Bhalil zu buchen, die von der abenteuerlichen Noraly – Itschy Boots – in ihren YouTube-Videos genannt wurde. Nach einer wilden Fahrt durch den Berufsverkehr von Fez und 30 km auf einer Schnellstraße bei Dunkelheit, holte uns Kamal am Stadtrand ab und führte uns zu seiner Pension, die in der Altstadt liegt. So schlafen wir heute in einem echten marokkanischen Haus und wurden dann sogar noch mit einheimischen Essen verköstigt. Wer hier einmal ist, dem kann ich nur empfehlen hier zu übernachten, auch wenn ich mir jetzt wünschen würde einen Blumentopf zur Hand zu haben und diesen nach den schreienden, mauzenden Katzen zu werfen - das ist echtes marokkanisches Nachtleben.

Mit dem morgigen Tag nähern wir uns immer mehr dem Atlasgebirge. Und dahinter wartet dann auf uns die Sahara.

Live- Tracker: Marokko
Youtube Video: 2025 Marokko Tag 1-3

















Sonntag, 28. September 2025

Marokko 2025 – 2.Tag - Tetuan

Was für eine Fahrt, Tom und ich machten drei Kreuze und dankten unserem Schutzengel, dass wir heil angekommen sind am Hotel in Tetuan. 
Aber der Reihe nach: heute Morgen um 7 Uhr war Aufstehen angesagt. Ein schnelles Frühstück und dann stand schon das Taxi vor der Tür. Pünktlich kamen wir am Lager, in dem unsere Motorräder untergebracht waren, an und schon war der Lagerverwalter auch schon da. Wir packten unsere Motorräder und fuhren los in Richtung Alcaciras. Noch war das Wetter passabel, ab und zu ein kleiner Regenschauer und dann kam auch schon wieder die Sonne raus. Pünktlich an der Fähre angekommen und nach einer kurzen Wartezeit konnten wir auch schon auf die Fähre. Aber dann zog es sich, mit über eine Stunde Verspätung fuhr die Fähre endlich los. Für uns das erste Mal das wir mit dem Motorrad Europa verließen, und einen neuen Kontinent mit dem Motorrad besuchen. 
Wie durch reichliche Recherchen im Internet uns bekannt war, mussten wir an Bord einen weißen Zettel ausfüllen mit unseren persönlichen Daten und diesen dann bei einem Zoll Beamten an Bord abgeben, so dass wir das Einreisevisum erhalten. Auch das haben wir hinbekommen, nach dreimaligen Anlauf zu dieser Person war dann auch kurz vor Einlauf der Fähre am Hafen von Tanga Med der Stempel bei uns im Pass. Die Zollabfertigung am Hafen ging reibungslos, für uns wurde sogar eine eigene Spur aufgemacht, alle anderen Autos mussten sich in einer endlosen Schlange an einer Spur anstellen. So kamen wir relativ zügig durch den Zoll, dann noch schnell zum nächsten Bankautomaten und die Reise in das neue Land Marokko konnte starten. 
Bereits in der nächsten Stadt sahen wir die dunklen Wolken über das Riffgebirge heranziehen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt, Wärme, Sonne und trockene Straßen hatten wir uns vorgestellt. Der Regen wurde immer heftiger und wir verkürzten unsere Tour nach Tetuan. Wenn man in Marokko nicht auf der Schnellstrasse oder Autobahn fährt, begibt man sich bei Regen auf eine Rutschpartie. Der Asphalt ist glatt wie ein Babypopo wenn es regnet – selbst die Marokkaner erlitten Schiffbruch, Autos rutschten seitlich von der Strasse, Roller stürzten im Kreisverkehr, und an Bremsen vor einem Zebrastreifen war nicht zu denken. 
Wie eingangs erwähnt, haben wir es dennoch geschafft. Stellenweise mit beiden Beinen rechts und links neben dem Motorrad auf dem Boden mitgleitend, konnte man sich nur in der Senkrechten auf dem Motorrad halten.

Wir warten den morgigen Tag ab und entscheiden dann, ob wir uns weiter auf den Weg in Richtung Süden begeben oder doch lieber warten bis die letzten Regenwolken – restliche Teile des Hurrikan Gabriela – sich verzogen haben.

Das war jedenfalls ein voll gepackter Tag mit vielen neuen Eindrücken. Jetzt nach dem Abendessen liege ich in der Senkrechten und schreibe die letzten Zeilen. Morgen ist dann ein neuer Tag, wir werden sehen ob wir es bis nach Fes schaffen. Aber dazu mehr dann morgen Abend.

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Samstag, 27. September 2025

Marokko 2025 – 1.Tag - Anreise

 Der Anfang ist geschafft, ich bin am Hotel angekommen. Abholung - danke Andreas, Flug und Taxi zum Hotel, jetzt sitze ich in der Bar, trinke mein Bier und esse eine Kleinigkeit - warte auf Tom, der aber bald aufschlagen sollte. Vielleicht schaffen wir es ja noch ein Begrüßungs-Bier zu trinken. 

Das Hotel versprüht einen Charme wie so eben Hotels nah an einem Flughafen ebenso sind - ich bin nur froh, dass die Coca-Cola Werbeanzeige nicht an ist 😅

Frühstück ab 7:00 - das passt. Taxi ist für morgen Früh bereits bestellt, und dann kann das Abenteuer beginnen.

Hier noch mal der Link zum Tracker: Marokko







Sonntag, 21. September 2025

Marokko 2025 - Vorbereitung

Die Spannung steigt - nur noch 6 Tage bis die Reise nach Marokko begint. Morgen am 22.Septmber soll mein Motorrad vom Transportunternehmen  abgeholt werden. Sogar die Abholung für meinen Wingman Tom an der Deutsch-Schweizer Grenze wurde ermöglicht.
Die Motorräder sind gepackt, die Transportversicherungen sind ausgedruckt, am Lagerort in Malaga soll dann am Sonntag, 28.09. um 09:00, unsere Abholung möglich sein - ich hoffe das klappt.

Hier ein paar Eckdaten zu unserer Tour:
Wir nehmen die Fähre von Algeciras nach Tanger Med. Ziel ist die West-Sahara. Dabei werden wir das Rif-Gebirge, den Hohen Atlas und einiges mehr durchqueren und soviel Off-Road Strecken wie möglich befahren. Wir werden dann 2 Tage in der Wüste verbringen und ca. 100km weit hineinfahren - aber geführt von zwei Marokkanern. Anschliessend geht es dann zum Atlantik und über den Anti-Atlas wieder zurück nach Tanger Med. Die Rückfahrt von dort  ist dann analog zur Hinfahrt.
Insgesamt werden es ca. 4.500km mit einem geplanten Off-Road Anteil von ca. 40% sein.

Die zurück gelegte Route werde ich diesmal über FindPenguins bereitstellen, ich werde den Tracker die ganze Zeit aktiviert haben.


Hier eine Übersicht der geplanten Tour:


Und hier noch ein paar Fotos von unseren Mopeds: