Sonntag, 28. September 2025

Marokko 2025 – 2.Tag - Tetuan

Was für eine Fahrt, Tom und ich machten drei Kreuze und dankten unserem Schutzengel, dass wir heil angekommen sind am Hotel in Tetuan. 
Aber der Reihe nach: heute Morgen um 7 Uhr war Aufstehen angesagt. Ein schnelles Frühstück und dann stand schon das Taxi vor der Tür. Pünktlich kamen wir am Lager, in dem unsere Motorräder untergebracht waren, an und schon war der Lagerverwalter auch schon da. Wir packten unsere Motorräder und fuhren los in Richtung Alcaciras. Noch war das Wetter passabel, ab und zu ein kleiner Regenschauer und dann kam auch schon wieder die Sonne raus. Pünktlich an der Fähre angekommen und nach einer kurzen Wartezeit konnten wir auch schon auf die Fähre. Aber dann zog es sich, mit über eine Stunde Verspätung fuhr die Fähre endlich los. Für uns das erste Mal das wir mit dem Motorrad Europa verließen, und einen neuen Kontinent mit dem Motorrad besuchen. 
Wie durch reichliche Recherchen im Internet uns bekannt war, mussten wir an Bord einen weißen Zettel ausfüllen mit unseren persönlichen Daten und diesen dann bei einem Zoll Beamten an Bord abgeben, so dass wir das Einreisevisum erhalten. Auch das haben wir hinbekommen, nach dreimaligen Anlauf zu dieser Person war dann auch kurz vor Einlauf der Fähre am Hafen von Tanga Med der Stempel bei uns im Pass. Die Zollabfertigung am Hafen ging reibungslos, für uns wurde sogar eine eigene Spur aufgemacht, alle anderen Autos mussten sich in einer endlosen Schlange an einer Spur anstellen. So kamen wir relativ zügig durch den Zoll, dann noch schnell zum nächsten Bankautomaten und die Reise in das neue Land Marokko konnte starten. 
Bereits in der nächsten Stadt sahen wir die dunklen Wolken über das Riffgebirge heranziehen. So hatten wir uns das nicht vorgestellt, Wärme, Sonne und trockene Straßen hatten wir uns vorgestellt. Der Regen wurde immer heftiger und wir verkürzten unsere Tour nach Tetuan. Wenn man in Marokko nicht auf der Schnellstrasse oder Autobahn fährt, begibt man sich bei Regen auf eine Rutschpartie. Der Asphalt ist glatt wie ein Babypopo wenn es regnet – selbst die Marokkaner erlitten Schiffbruch, Autos rutschten seitlich von der Strasse, Roller stürzten im Kreisverkehr, und an Bremsen vor einem Zebrastreifen war nicht zu denken. 
Wie eingangs erwähnt, haben wir es dennoch geschafft. Stellenweise mit beiden Beinen rechts und links neben dem Motorrad auf dem Boden mitgleitend, konnte man sich nur in der Senkrechten auf dem Motorrad halten.

Wir warten den morgigen Tag ab und entscheiden dann, ob wir uns weiter auf den Weg in Richtung Süden begeben oder doch lieber warten bis die letzten Regenwolken – restliche Teile des Hurrikan Gabriela – sich verzogen haben.

Das war jedenfalls ein voll gepackter Tag mit vielen neuen Eindrücken. Jetzt nach dem Abendessen liege ich in der Senkrechten und schreibe die letzten Zeilen. Morgen ist dann ein neuer Tag, wir werden sehen ob wir es bis nach Fes schaffen. Aber dazu mehr dann morgen Abend.

Live- Tracker: Marokko



















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen