Samstag, 18. Oktober 2025

Marokko 2025 - 22.Tag - Malaga

So spät dran war ich die letzen 3 Wochen nicht meinen Bericht zu schreiben. Leicht fällt es mir nun nicht, denn ich habe den Bierkonsum in den letzten Stunden wieder ausgeglichen - willkommen in Spanien!  
Wir fuhren nun heute recht früh los und das war auch gut so, denn die Ausreise dauert um ein Vielfaches länger als die Einreise. Mindestens drei Mal wurde unser Pass und unsere Bordkarte für die Fähre geprüft, wie fragten uns was denn zwischen den Kontrollen alles passieren soll, lagen sie doch teilweise keine 20m auseinander. Aber pünktlich legte die Fähre los, in einem Tempo wie ein Schnellboot ging es ab nach Europa. Keine 45 Minuten später legten wir bereits in Tarifa an. Schnell noch die Passkontrolle und dann ab auf die Schnellstraße nach Malaga.
Wir kamen pünktlich am Lager an, Ralf - unser Spediteur -  war bereits dran am Aufladen von anderen Motorrädern. Nach einer Umsortierung unseres Gepäcks und helfen beim Aufladen fuhr uns das nächste Uber zum Hotel am Strand. Keine 5 Minuten später saßen Tom und ich in einer Strandbar und ließen die ganze Reise noch mal an uns vorbei ziehen.
Es waren nun letztlich ca. 4.500km voll gepackt mit Abenteuer, zeitweise keiner Ahnung wo wir am Abend raus kommen und letztlich mit einem guten Schutzengel bei all den Möglichkeiten, was hätte passieren können - angefangen über einen Motorschaden bis zu einem platten Reifen oder einem Ausrutscher auf der Strasse bei all dem Sand, Steinen und Schlaglöchern. Aber wie gut das wir uns darüber keine Gedanken gemacht haben auf der Tour, sondern eher von Tag zu Tag einfach genossen haben und so viele neue Eindrücke gesammelt haben, die wir nun erst mal verarbeiten werden.

Tom und ich sind schon ein geniales Team, wir ticken gleich, mögen das gleiche und achten auf einander. Und das ist bei solchen Reisen so imens wichtig - wir überlegen schon wie unser nächstes Abenteuer aussehen könnte, doch mal antesten mit einem Leihmotorrd durch Peru und Chile fahren für ein paar Wochen? Wir wissen nur beide, es muss etwas mehr sein bei der nächsten Reise.

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Freitag, 17. Oktober 2025

Marokko 2025 - 21.Tag - Tanger

Das war es mit der Reise. Mit dem heutigen Tag haben wir die letzten Kilometer in Marokko zurück gelegt. Noch einmal ging es durch eine braune Hügellandschaft, hier wächst  kein Grashalm mehr und weit entfernt von einander findet man dann ein paar Bauernhütten. Alles sehr armselig. Je weiter man in Richtung Norden kommt, werden die Hügel grüner, die Dörfer sehen mehr nach Wohlstand aus, auch die entgegen kommenden Autos spiegeln mehr Wohlstand wieder, aber auch deren rücksichtslose Fahrweise. Wie oft wurden wir heute in den Kurven geschnitten, dabei ist zwischen Fahrbahnkante und Schotter nicht mehr viel Platz, und wenn dann mal der Belag an einer Stelle weggebrochen ist, wird es heikel. Aber alles ist gut gegangen bis nach Tanger. Nur musste ich dann feststellen, das der rechte Simmering an meiner Gabel undicht ist. Öl lief schon auf den Bremssattel, und so machte ich mich dran die Dichtung zu reinigen. Danach noch ein paar Eintauchvorgänge durchgeführt und kein Öl trat mehr aus. Mal sehen ob das behoben ist. 
Unser Hotel liegt nah zum Hafen, so dass wir morgen Früh keine 5 Minuten benötigen. Wir gingen noch zum Abend in ein Fischlokal und anschließend an der Promenade entlang. Was für ein Unterschied noch zu gestern und den anderen Tagen. Hektik, laut, viele Menschen und der Luxus wird an jeder Ecke zur Schau gestellt.

Mit dem morgigen Bericht werde ich dann auch die Reise hier beenden. Wie immer wird es dann auch noch ein Resümee geben.

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Youtube Video: 2025 Marokko Tag 18 - 21












Donnerstag, 16. Oktober 2025

Marokko 2025 - 20.Tag - Moulay Idris

Will uns Marokko verabschieden wie wir gestartet sind, das sind meine ersten Gedanken nach dem Aufstehen als ich in den Himmel blickte und nur graue Wolken sah. Es war recht kühl, ca. 14 Grad, als wir losfuhren. Zuerst auf  schönen Landstraßen durch üppige Pinienwälder bis wir rechts abbogen und noch mal Schotter spürten. Nur kam der Weg an ein Ende wo es nicht weiterging, also zurück und die Stelle umfahren. Aber auch der nächste Versuch scheiterte und wir nahmen ab dann wieder die kleinen Straßen übers Land bis kurz vor Meknes. Hier endlich auf einer Nationalstraße entdeckten wir Rauch am Straßenrand und siehe da, ein Grill am Restaurant machte frische Köfte. Endlich mal etwas vor dem Riad zu essen bekommen, das hatten wir lange nicht mehr. Danach machten wir uns auf und durchfuhren Meknes, der Verkehr ging und so kamen wir Recht schnell an mein Ziel vom Ben Mansur, ein Jahrhundert altes Stadttor. Schnell ein Foto und dann raus aus der Stadt. Kurz hinter Meknes liegt dann die kleine weiße Stadt an einem Berhang, Moulay Idris. Und ja, das Gepäck geht wirklich nur per Esel zum Riad. Dieses liegt mitten in der Altstadt und hierher führen ordentlich viele Treppen. Unsere Motorräder stellten wir an einem bewachten Parkplatz ab, von der Terrasse des Riads ist dieser zu sehen, nur im Notfall wäre man zu spät da bei diesem Irrweg von Treppen hier. 
Jetzt liegen wir hier faul auf der Terrasse auf der Bank und Tom holt seinen verpassten Schlaf von letzter Nacht nach. Denn ich dachte vergange Nacht , die Bremer Stadtmusikanten wären zu Besuch. An bellende Hunde, miauende Katzen und schreiende Hähne in der Nacht sind wir bereits gewöhnt, aber letzte Nacht kam noch der Esel hinzu und es gab lautstark ein tierisches Konzert.
Und geregnet hat es heute den ganzen Tag nicht, jetzt kommt sogar noch die Sonne hervor, geht doch!

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Mittwoch, 15. Oktober 2025

Marokko 2025 - 19.Tag - Assoul

Und schwupps sind es nur noch zwei Fahrtage in Marokko, wie die Zeit verfliegt. Heute war es eine entspannte Tour, gleich nach dem Verlassen des Canyons bei Ouzoud ging es ein Mal auf eine Piste, quer durch Olivenhaine, dann auf ausgebauten Straßen an einem Stausee vorbei bevor es dann auf kleinen Straßen durch weitere Schluchten und Täler ging bis wir den höchsten Punkt bei 2000m erreichten und unter uns sich die Ebene von Khenifra auftat, ein toller Anblick. Nur von gefühlt 20 Grad ging es dann gleich auf 32 Grad hoch. Schnell erreichten wir Khenifra, Google navigierte uns dann noch mal über eine abenteuerliche Piste bis wir dann aushalb von Khenifra bei Assoul unser Guesthouse erreichten.Wieder mal sind wir hier die einzigsten Gäste, aber alles ist vorhanden, auch meine Taschin ist schon in Arbeit.
Zum Mittag hatten wir heute wieder keine Gelegenheit gefunden etwas Essbares zu erhalten, so hielten wir an einer Tankstelle und zerten von unseren restlichen Müsliriegeln, die wir dann auch noch mit einer Katze teilten.
Auch fiel heute wieder auf, dass so gegen 11:00 einige Menschen an den Straßen standen, die einen mit Esel und warteten auf den Wasserwagen, andere wiederum warteten auf eine Mitfahrgelegenheit. Ich denke hier braucht man viel Zeit und Geduld bis sich das ergibt was man braucht.

Die nächsten Unterkünfte sind bereits gebucht, einmal nördlich von Meknes - hier soll das Gepäck mit dem Esel hochgebracht werden, ich denke wir können das sicherlich mit unseren Bikes und emens verstärkten Selbstvertrauen in unser Können auch fahren, und dann die Übernachtung in Tanger. 
Zum Abschluss wird es dann eine Übernachtung direkt bei Malaga am Strand geben, bevor Tom und ich uns am Sonntag in den Flieger setzen.
Tom sagte heute Morgen, so langsam reicht es. Jeden Tag ein neues Hotel, Riad, auspacken und wieder einpacken. Irgendwie war das Gedankenübertragung, auch bei mir ist die Platte voll. Vieles haben wir gesehen, nun wiederholt es sich stets, der Reiz an dem Neuen geht nun weg, Zeit für eine Veränderung.

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