Donnerstag, 2. Juli 2020

Sommertour 2020 - 13.Tag Hosenfeld

Heute brach nun die Heimreise an. Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück, ich ließ mir noch etwas Zeit da es draußen noch leicht regnete, hieß es nun gen Westen zu fahren. Für die Heimreise hatte ich 2 Tage eingeplant und so konnte auf kleinen K-Straßen mich von einem Ort zum nächsten hangeln.

Das Wetter wurde von Stunde zu Stunde besser. Als ich den Thüringer Wald verließ und nach Hessen fuhr, war bereits wieder Sonnenschein angesagt. Rechts und links von mir stand der Weizen schon recht hoch und die Wiesen waren noch überzogen von Mohnblumen – das beruhigt die Seele.

 Da auch hier wenig Verkehr war und heute auch keine Baustellen mich aufhielten, war ich dann bereits zum zeitigen Nachmittag an meiner letzten Unterkunft angekommen – irgendwo in einem Tal, wo es auch keinen Handyempfang gibt, aber ein ausgezeichnetes WLAN im Hotel.

Jetzt nach dem  Essen schreibe ich nun meinen letzten Blogeintrag und überlege wie es mir geht. Bereits vor ein paar Tagen merkte ich schon, dass ich auf dieser Tour immer mehr zur Ruhe kam, der Tagesablauf sich immer mehr verfestigte und ich abseits jeglicher Gedanken an den Alltag von zu Hause die Zeit genieße, Heimweh also Fehlanzeige – eher das Gefühl, das es eigentlich noch so weiter gehen könnte. Das sind schon mal gute Vorzeichen für meinen 2-monatigen Trip, den ich hoffentlich im kommenden Jahr nachholen kann. Ob allerdings mit Zelt wird sich noch herausstellen.


Bevor ich es aber vergesse, möchte ich mich bei allen Lesern herzlichst für ihr Interesse bedanken.

Die nächste Tour mit dem Action Team steht ja für dieses Jahr auch schon fest. Es geht gegen Ende September in die Dolomiten, es wird dann auch wieder fleißig berichtet.

 

Bis dahin wünsche ich euch allen alles Gute und bleibt gesund!

 

Beste Grüße

Euer reisender Stefan

 

Und hier noch ein Bilder vom heutigen Tag:




Für alle Simson Liebhaber - die dicke Berta mit ihren kleine Schwestern 😅

 

Und wie immer der Link zur Tour – nur dieses Mal fehlen die ersten 100 km, mal wieder nicht aktiviert.😜

(Wer Interesse an den Touren-Daten GPX oder ITN etc. hat, bitte bei mir melden unter: sni64@hotmail.com)
https://www.relive.cc/view/v8qV1R9JJ36

Mittwoch, 1. Juli 2020

Sommertour 2020 - 12.Tag Bad Steben

Heute war es soweit, der letzte Tag meiner Süd-Deutschland Tour brach an. Nach einer sehr ruhigen Nacht, geschuldet durch den Umstand, dass ich alleine auf der Zeltwiese war – also keinen schnarchenden Nachbarn hatte, keine Stimmen am Morgen von den anderen hörte – schlief ich bis die Sonnenstrahlen mich aufweckten, und das mal wieder vor dem Wecker.

Da ich mein Zelt taktisch geschickt aufgestellt hatte, konnte ich in aller Ruhe alle Sachen im Schatten der Bäume zusammen packen. Nach einem "schnellen" Kaffee und war ich dann bereits um 09:30 auf der Bahn. Ziel war es heute soweit bzw. so dicht wie möglich an der Grenze zu Tschechien entlang zu fahren. Weiß der Kuckuck warum aber gerade an dieser Grenze, im Umland gibt es eigentlich nichts Besonderes, viele Nebenstrecken derzeit im Bau sind und somit gesperrt. Das führte heute zu insgesamt 80km Umweg, so dass sich die Strecke bis zu meinem eigentlichen Ziel: Harra an der Saale" sehr dahin zog.

Während der Tour entdeckte ich doch die eine oder andere Seltenheit und als aufmerksamer Beobachter des Wetters schaute ich natürlich gespannt auf die kommende Nacht bzw. Morgen. Und das hieß nichts Gutes, in der Nacht Gewitter und ab den frühen Morgenstunden Dauerregen.

Aber zum Glück gibt es ja Booking.com. Schnell nach einem Zimmer gesucht und in Bad Steben, ein sehr, sehr alter Luftkur-Ort, in einem Garni-Hotel eingebucht. Als ich in dieser Kleinstadt einfuhr, dachte ich die Zeit wäre still gestanden. Überall wie aus den 60zigern standen die Pensionen und Villen für die Kurgäste links und rechts an der Straße um den Kurpark herum platziert. Nun übernachte ich in einem, keine 10m neben diesen Kurpark. Der Charme der 60ziger umgibt mich!

Die Stadt als solches hat nicht viel zu bieten, es gibt hier drei Italiener, das war es. Im zweiten konnte ich noch einen Platz für mich ergattern – gerade in Corona Zeiten sehen die Wirte das nicht so gerne wenn eine Einzelperson einen kompletten 5er Tisch belegt. Aber ich konnte mir den teilen mit einem netten jungen Mann aus Stuttgart, der aber Franzose ist und nun in Hagen wohnt, in Bad Steben aber derzeit auf Projekteinsatz ist. Schnell hatten wir ein Thema gefunden, das Beratungsgeschäft.

Der Abend war dann sehr kurzweilig, da noch dazu auf der Terrasse Live-Musik gespielt wurde.

Somit war die letzte Nacht die Letzte im Zelt, da ich bereits für die Rücktour ein Hotel als Zwischenstopp gebucht habe. Ich muss sagen: Ich werde es nicht besonders vermissen. Aber ich will erst mal diese Tour in mir nachwirken lassen, mal schauen wie sich meine Gedanken zum Zelten auf Dauer bis zu meiner Schottland-Tour entwickeln.

Und hier wieder ein paar Bilder von meiner heutigen Tour:










Und hier wieder die Tour vom heutigen Tag:
https://www.relive.cc/view/vevYVmRMYJO


PS: Was mich doch erstaunte war, dass, als ich in das Hotel kam, die nette Dame von der Rezeption mir mein Zimmer zeigte, ein Herr aus den Büro kam und mir gleich das aktuelle Tourenfahrerheft aus dieser Region zusteckte. Wie soll es auch anders sein, er selber ist leidenschaftlicher Mopedfaher