Da ich mein Zelt taktisch geschickt aufgestellt hatte, konnte ich in aller Ruhe alle Sachen im Schatten der Bäume zusammen packen. Nach einem "schnellen" Kaffee und war ich dann bereits um 09:30 auf der Bahn. Ziel war es heute soweit bzw. so dicht wie möglich an der Grenze zu Tschechien entlang zu fahren. Weiß der Kuckuck warum aber gerade an dieser Grenze, im Umland gibt es eigentlich nichts Besonderes, viele Nebenstrecken derzeit im Bau sind und somit gesperrt. Das führte heute zu insgesamt 80km Umweg, so dass sich die Strecke bis zu meinem eigentlichen Ziel: Harra an der Saale" sehr dahin zog.
Während der Tour entdeckte ich doch die eine oder andere Seltenheit und als aufmerksamer Beobachter des Wetters schaute ich natürlich gespannt auf die kommende Nacht bzw. Morgen. Und das hieß nichts Gutes, in der Nacht Gewitter und ab den frühen Morgenstunden Dauerregen.
Aber zum Glück gibt es ja Booking.com. Schnell nach einem Zimmer gesucht und in Bad Steben, ein sehr, sehr alter Luftkur-Ort, in einem Garni-Hotel eingebucht. Als ich in dieser Kleinstadt einfuhr, dachte ich die Zeit wäre still gestanden. Überall wie aus den 60zigern standen die Pensionen und Villen für die Kurgäste links und rechts an der Straße um den Kurpark herum platziert. Nun übernachte ich in einem, keine 10m neben diesen Kurpark. Der Charme der 60ziger umgibt mich!
Die Stadt als solches hat nicht viel zu bieten, es gibt hier drei Italiener, das war es. Im zweiten konnte ich noch einen Platz für mich ergattern – gerade in Corona Zeiten sehen die Wirte das nicht so gerne wenn eine Einzelperson einen kompletten 5er Tisch belegt. Aber ich konnte mir den teilen mit einem netten jungen Mann aus Stuttgart, der aber Franzose ist und nun in Hagen wohnt, in Bad Steben aber derzeit auf Projekteinsatz ist. Schnell hatten wir ein Thema gefunden, das Beratungsgeschäft.
Der Abend war dann sehr kurzweilig, da noch dazu auf der Terrasse Live-Musik gespielt wurde.
Somit war die letzte Nacht die Letzte im Zelt, da ich bereits für die Rücktour ein Hotel als Zwischenstopp gebucht habe. Ich muss sagen: Ich werde es nicht besonders vermissen. Aber ich will erst mal diese Tour in mir nachwirken lassen, mal schauen wie sich meine Gedanken zum Zelten auf Dauer bis zu meiner Schottland-Tour entwickeln.
Und hier wieder ein paar Bilder von meiner heutigen Tour:
Und hier wieder die Tour vom heutigen Tag:
https://www.relive.cc/view/vevYVmRMYJO
PS: Was mich doch erstaunte war, dass, als ich in das Hotel kam, die nette Dame von der Rezeption mir mein Zimmer zeigte, ein Herr aus den Büro kam und mir gleich das aktuelle Tourenfahrerheft aus dieser Region zusteckte. Wie soll es auch anders sein, er selber ist leidenschaftlicher Mopedfaher
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