So, nun rückt der Abfahrtstermin in greifbare Nähe. Heute in einer Woche sollte ich bereits abends in Rotterdam angekommen sein. Wer nun sagt, das passt nicht, muss ich recht geben. Eigentlich war der Start für den 02.Mai angesetzt mit der P&O Fähre abends von Rotterdam nach Hull. Leider ging aber vor einigen Wochen eine üble Nachricht durch die britische Presse: Der Betreiber der P&O Ferries hat mal von einen auf den anderen Tag die gesamte Belegschaft seiner Fähren gekündigt und ist nun seitdem dran seine neue, wesentlich günstigere (ich lass etwas von 5,5 Pfund Stundenlohn!) Mannschaft anzulernen, mit dem Effekt, dass die Fähren Dover/Calais in beide Richtungen noch immer nicht fahren. Auf meine Anfrage wie es aussieht mit meiner gebuchten Überfahrt, kam die Antwort: „Grundsätzlich sollte die Fähre fahren“. Naja, wer das glaubt und sich darauf verlässt…
Daher habe ich noch vor Ostern mir eine Überfahrt mit der Stena Line besorgt, aber mit dem Ergebnis, das ich nun in Harwich ankomme – nord-östlich von London – und dann noch 300 km bis nach Hull an der Ostküste entlangfahren muss. Damit ich meinen Starttermin in Hull einhalte, fahre ich nun bereits am „Tag der Arbeit“.😀
Für Planung und Listen schreiben etc. hatte ich ja nun wahrlich genug Zeit, nun hieß es Gestern mal mit der voll bepackten Maschine eine Testfahrt durchzuführen. Mir stehen insgesamt 218kg Zuladung zur Verfügung, d.h. mit mir inklusive! Zeit zum Abnehmen habe ich nicht mehr, daher machte ich mich also mit einem Rechenschieber und Waage dran, alle Packtaschen und Koffer zu wiegen, das angebaute Zubehör abzuschätzen und mich in voller Motorrad Montur zu wiegen.
Vorab – es reicht so gerade eben 😆
Zwei Packtaschen, 2x Koffer, Tankrucksack, Zubehör macht zusammen mit mir ca. 214kg
(Eine Einzelauflistung mache ich nicht, dann könntet ihr ja mein Eigengewicht ausrechnen 😜)
OK, das ist ein Wort. Daher alles aufschnallen und meine Hausstrecke im Bergischen Land, ca. 150 km, abfahren. Was soll ich sagen, es ist so, als hätte ich einen Beifahrer als Sozius mit drauf. Da ich die Federvorspannung elektronisch anpassen kann, ist das Fahrgefühl auch bei kurviger Strecke akzeptabel. In langgezogenen Kurven sollte ich aber an die Masse denken, die mich dann recht schnell nach außen treiben kann. Auf steilen Serpentinen einfach einen Gang mehr runter schalten und dann nach vorne lehnen beim Beschleunigen – klappt prima. Wobei ich aber bezweifle auf solche Strecken in Schottland oder Irland zu treffen.
Jetzt heißt es eine Woche, nein 6 Tage noch warten, und dann geht es los. Die Wettervorhersagen sind auch positiv. Mein nächster Bericht wird dann schon von der Fähre kommen – Ahoi.
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Und etwas Komfort muss auch sein - Vorzelt für Schatten und wenn es mal regnet