Mittwoch, 27. Mai 2026

2026 - Balkan - Tag 14 - Letzter Tag mit Jens und Gerhard

Nun war der letzte Tag mit Jens und Gerhard gekommen und wir wollten noch mal so richtig was erleben. Die Sonne schien, das Frühstück am Campingplatz war typisch albanisch - Spiegelei mit Gurke und herzhaften Krapfen mit Marmelade. Und dann ging es auch schon los. Wir hatten beschlossen den Hard++ Track der Hell-Albania umgekehrt zu fahren. So fuhren wir nach Leskovik, tankten einmal auf und schon ging es hinein ins wilde Vergnügen. Aus dem Vergnügen wurde recht schnell eine meiner anstrengensten Etappen, die ich jemals gefahren bin. Es waren nur 35km im Hinterland auf den anliegenden Bergen aber nach 20km brauchte ich echt eine Pause. Ich dampfte und ich fühlte mich als würde gleich mein Kopf platzen. Es ging steil bergauf über sehr lose Steine, teilweise musste man von einem Stein zum andern sich vorkämpfen, dann wieder in Waldstücke wo uns tiefe Schlammpassagen und deren Wasserlöcher auf uns warteten. Zeit nach links oder rechts zu schauen gab es nicht, die Motorräder wurden echt hart ran genommen. So war dann auch bald bei Jens erst mal Schluss, denn das Kühlwasser aus dem Ausgleichsbehälter schoss in einer Fontäne hinaus und an seinen Unterarm. Grund war, dass der Ventilator nicht ansprang. Wir suchten also irgendwo in der Wildnis nach dem Fehler und zum Glück hatte Jens eine Ersatzsicherung mit. Ausgetauscht und der Ventilator fing an sich zu drehen mit einem lautem Geräusch bis auf einmal ein Stein heraus flog und eine Staubschicht hinterher. So konnten wir dann doch noch unsere Fahrt fortsetzen und waren dann froh nach ca. 5 Stunden die 35km geschafft zu haben.

Die erste Taverne war dann unsere und wir löschten unseren Durst, der Gastwirt kam garnicht hinterher so schnell wir immer weiter bestellten. Wir mussten so erschöpft ausgesehen haben, dass er uns immer wieder aus seiner Küche hausgemachten Kuchen brachte.

Anschliessend ging es dann wieder zurück über Strasse zu unserem Campingplatz. Noch ein Stop am Waschautomaten, denn unsere Motorräder waren voll mit Schlamm bedeckt. Es kam dann auch noch ein Gewitter auf, die Blitze zuckten rechts und links von uns, das Donnern war heftig, aber wir genossen den kühlen Regen auf unserer Haut bei der Rückfahrt.

Angekommen am Campingplatz wurden dann die Motorräder gepflegt und leider musste ich dann feststellen, dass mein Kupplungsseil am Kupplungsgriff schon halb gerissen ist. Daher werde ich morgen auf dem schnellsten Wege nach Griechenland fahren zum nächst größerem Motorradhändler in der Hoffnung, das er einen Ersatz für mich hat. Denn so kann ich nicht weiterfahren. Also Daumen drücken, dass das Kupplungsseil die nächsten 180km durchhält.

Live-Tracker: Balkan 2026











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