Dienstag, 26. Mai 2026

2026 - Balkan - Tag 13 - Ende des ACT's Montealbania

Wir haben es geschafft, wir sind am Ende des ACT's Montealbania angekommen. Es war wirklich wie gestern geschrieben ein Track "Hell-Bania". Aber fangen wir von heute Morgen an. Pünktlich wie die Mauerer standen wir alle wieder gegen 07:00 auf, die Sonne schien und man merkte, lieber jetzt gleich das Zelt einpacken, es wird schnell warm. So waren wir bereits gegen 09:00 abfahrbereit nach einem kleinen Frühstück bestehend aus einem Kaffee und der letzten Marmelade, die wir noch hatten.

So ging es durch Berat hinaus in die Berge und ich kannte die Strecke noch von vor 2 Jahren, als ich die geführte Balkantour hatte. So war ich erstaunt, laut Navi sollte es eine Schotterpiste sein und was fanden wir vor, eine komplett neu asphaltierte Straße durch die Berge für die kommenden 50km, nur unterbrochen durch Schotterpisten, die als Vorbereitung für den Teer bereits ausgeschüttet und gewalzt waren. 

Nach weiteren ca. 50km bogen wir dann ab und dann ging es los mit einer teils anstrengenden Auffahrt auf ca. 1000m Höhe, grobe Steine, steil den Berg hinauf und oben am Kamm über schmale Trials, wo Fehler schnell bestraft werden. Nicht breiter als ein Auto, zur Rechten die steilen Berghänge und zur linken ging es steil bergab. Dazu kamen noch heftige Spurrillen, teilweise noch matschig und dann wieder loses Geröll. So ging es es ca. 50km weit und ich konnte mir gut vorstellen, das die Gruppe um das Teilzeit-Schaf, die wir ja vor 2 Tagen getroffen hatten, hierfür den ganzen Tag brauchten, als es so heftig geregnet hatte - wir waren zu dieser Zeit noch in Kroatien und saßen ja den Regen aus. So war der Untergrund für uns schon wieder ein harter Lehmboden und wir staubten uns heftig ein. 

Da das Motorrad von Jens Probleme mit der Kühlung machte, beschlossen wir auf die letzten 35km den Hard+-Trial auszulassen und direkt zu einem Campingplatz zu fahren. Wir waren alle schon etwas platt, und wie es dann immer kommt, eine kleine Unaufmerksamkeit und schon sprang mein Heck wie ein Wildpferd von links nach recht und ich konnte es nicht mehr einfangen. So stürzte ich am Tag 13 (!) auf die rechte Seite und habe nun eine Prellung an der Hüfte, zum Glück habe ich auch seitliche Protektoren in der Hose, die den Aufprall etwas milderten. Am Motorrad ich nicht passiert, nur die seitliche Bügeltasche riss ab, die ist aber bereits wieder gefixt, und mein rechter Spiegel zerbrach. Ich ärgerte mich über diese Panne, denn es war kein schwieriger Abschnitt, aber Licht und Schatten lassen manchmal die kleinen Gemeinheiten verschwinden. Ich dachte nur nach dem Sturz, hoffentlich ist es nicht wie damals in Spanien vor zwei Jahren, als ich mir das rechte Wadenbein brach. Aber so wie sich es zur Zeit anfühlt ist es eben eine Prellung - ich denke mal damit kann ich umgehen.

Angekommen auf einem "Farm-Campingplatz" - die Kühe stehen direkt anbei - mietete ich mir ein Blockhaus, ein weiches Bett ist jetzt besser als ein Luftmatratze und Jens und Gerhard schlafen in ihren Zelten in meinem Vorgarten. Den morgigen Tag werden wir hier noch gemeinsam verbringen und eine kleine Rundtour machen. Ab Donnerstag werden sich dann unsere Wege trennen.

Live-Tracker: Balkan 2026













 


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