Puh, bin ich in den letzten beiden Tagen gelaufen –
insgesamt 28 km. Und ich dachte ich bin auf einer Motorradtour. Aber irgendwie
muss das deftige Frühstück ja abgebaut werden.
Aber der Reihe nach, gestern hatte ich ja nicht berichtet.
Nach einer sehr entspannten Nacht im Zelt machte ich mich ja dann auf zu dem
Nationalpark Cairngorms. Hier wollte ich ja auf den höchsten Berg, stellte aber
dann fest, dass der Parkplatz bereits auf 600 Höhenmeter lag und die
Wanderroute also auf dem kahlen Bergrücken noch mal 600 m geradeaus hinauf ging.
Während ich also nach Alternativen suchte, kamen zwei Schotten aus Newcastle
auf mich zu und schwups war ich in einem Gespräch wieder verwickelt. Sie
meinten auch nach ihrer 5 Tagestour auf dem
Gipfel, dass es dort recht frisch und windig sei. Gestärkt durch ihre Aussagen,
fuhr ich also zu dem See "Loch Avon" von wo ich einfach eine
Wanderung aufs Geratewohl anfing. Und wer schon mal mit mir wandern war, weiß
was das bedeutet. So kam ich irgendwann an einer Schutzhütte raus, die hier nun
schon seit 1955 steht und von einem Bauern/Jäger namens Mikel Utsi betrieben
wurde für die Zucht seiner Rentiere. Als ich rein schaute, dachte ich so, hier
könnte ich notfalls übernachten. Also wanderte ich nun weiter bergauf, aber als
der Weg immer mehr zur Kletterpassage wurde, habe ich abgebrochen. Denn auf dem
ganzen Weg kam mir kein Mensch entgegen. Und wenn mir hier was passieren würde
käme die Hilfe auch nicht so schnell – aber es gab immer noch LTE bzw. 3G
Empfang.
Ich habe heute mal mehr geschaut warum hier überhaupt so
guter Empfang ist. Denn so einfach sieht man die Funkmasten nicht. Sie sind
meist auf Flächen aufgestellt mitten im Wald. Aber jedenfalls ist hier das Netz
um Meilen besser als bei uns in Deutschland. So ging dann die Wanderung nach
ca. 4 Stunden zu Ende bei schönsten Wetter und ich musste ja noch 70 km wieder
zurück zum Campingplatz. Unterwegs noch eine Kleinigkeit gegessen, lag ich dann
schon recht früh im Zelt und streckte nur noch meine Füße aus.
Heute Morgen, wie bereits berichtet, kam dann auch die
Schlechtwetterfront auf. Und wenn hier im Fernsehen von schlechtem Wetter die Rede
ist, ist das schon heftig. Es fing mit starken Windböen in der Nacht an, aber der
Regen kam hier im Osten den ganzen Tag nicht an. Die Wetterfront hatte sich über
Nacht an der Westküste ausgetobt, also bis auf ein paar Regentropfen, leichtem
Nieseln war es ein trockener Tag, aber dennoch weiterhin so windig, das ich
ganz schön aufpassen musste wenn der Wind von der Seite kam. Ich hielt an meiner
gekürzten Tour fest und ließ mir etwas mehr Zeit auf dem Weg zur einer der
bekanntesten Attraktionen in Schottland, und zwar dem Culloden
Battlefield. Hier war die letzte Schlacht der Jakobiner gegen die englischen
Regierungstruppen im Jahr 1746 wo sich
in einem Moor ca. 5000 Schotten einer Übermacht von 9000 Engländern gegenüberstanden.
Ist ja klar wer gewonnen hat, andernfalls wir jetzt eventuell ein souveränes
Schottland hätten und es wäre nicht ein Teil von UK. Und wer die N-Serie Outlander
kennt, weiß auch wonach ich auf dem Schlachtfeld gesucht habe: Nach dem
Gedenkstein für den Clan Fraser – und ich habe ihn gefunden!
Ich kam früh in Inverness an, so dass ich noch genügend Zeit
hatte mir die Stadt anzuschauen. Auch habe ich nun endlich die Schottland-Motorradsticker
für meine Koffer erhalten. Noch was Essen gegangen und dann wieder zurück zum
B&B.Wirklich ein schönes Zimmer, bis ich meine Sachen ausgebreitet habe, aber seht selber.
Morgen geht es dann endlich in die echten Highlands!
Und hier die Fotos zu den zwei Tagen:
DAY 8 - Wandertag
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Mein erstes Highland Rind
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Fettes Schaf
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Hütte Utsi
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DAY 9 - Auf dem Weg nach Culloden
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Sind das viele Whiskey Fässer
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Glenfinnan Viaduct - leider kein Hogwarts Express (Harry Potter)
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Steinhügel aus der Bronzezeit
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Und meine ersten Steinkreise
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Outlander lässt grüßen
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DAY 9 - Culloden Battlefield
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Englische Frontlinie
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| Schlachtfeld |
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Schottische Frontlinie ( keine 500m auseinander)
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Clan Fraser
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...und für alle anderen
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| Befehlsstand der Engländer |
DAY 9 - Inverness
Und mein B&B
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| Vorher |
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| Nachher |
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