Das war heute eine schöne, geruhsame Tour über Lande, von Belfast nach Moville über Londonderry. Es waren heute nicht viele Kilometer und so hatte ich Zeit mich auch mal beim Fahren umzusehen, auch wenn es vermehrt über Single Tracks ging.
Ich war gespannt wie nun die Grenzüberschreitung vom Brexit-Land in die EU ausfällt. Zuvor hatte ich am Denkmal in Londonderry noch ein nettes längeres Gespräch mit einem Nordiren. Eigentlich alle, die ich bisher gesprochen habe, sind nicht glücklich über ihre Lage nach dem Brexit. Und heute hatte dann der Ire auch klar gesagt, keiner hat so richtig gewusst was das bedeutet und welche Konsequenzen der Brexit hat. Nun müssen sie alle klar kommen mit der Situation, merken aber erhebliche Einschränkungen. Selbst die Pubs machen nun auch mal zu da sie keine Mitarbeiter mehr finden – und das geht hier eigentlich gar nicht.
So rückte die Grenzlinie auf meinem Navi heute immer näher und ich war gespannt wie ich nun mitbekomme wenn ich aus UK nach Irland, einem EU-Land, fahre. Und, nichts!
Weder irgendein Schild oder Hinweis deutet darauf hin, dass ich nun wieder in der EU bin oder auch UK verlassen habe. Es ist so, als würde ich in meiner Heimat von Siegburg nach Troisdorf fahren. Ich war echt überrascht. Aber dann kam etwas womit ich nicht gerechnet habe, auf einmal war die Geschwindigkeitsangabe nicht mehr in Meilen sondern in "Km/h", echt jetzt? Das ich nun ab heute für die nächsten drei Wochen wieder in Euro bezahle war klar, endlich kann ich auch wieder meine anderen Kreditkarten belasten ohne diese Gebühr für Auslandswährung zu bezahlen.
Wer mal ins Ausland reist und mit Fremdwährung bezahlen muss, dem kann ich nur die Barclay Kreditkarte empfehlen - keine Gebühren im Ausland!
So kam ich recht entspannt am Nachmittag in dem B&B an, und wie schön ist das hier. Sehr liebevoll eingerichtet, und die Gastgeberin, eigentlich eine Engländerin, nun aber schon seit mehr als 30 Jahren hier lebend, herzte und umarmte mich als ich an kam – man, das tat mal wieder gut!
Ich musste erst mal dann raus und den Blick auf die Meerenge vor dem Haus richten, fühlte mich leicht erinnert an die Elbeinfahrt. Als ich dann fragte wo man hier essen kann, bestellte sie mir gleich noch ein Tisch im nächstgelegen Pub und lud mich ein auf das Sofa in ihrem Wohnzimmer. Ich glaube wir haben bestimmt eine Stunde geredet und auch hier war viel das Thema Brexit, aber auch wieder Fußball, als nämlich Warner – ich glaube das ist ihr Mann – herein kam ins Zimmer. Alles sehr herzlich!
Und das war es auch schon wieder von heute. Morgen geht es dann auf den Wild Atlantic Way, mal sehen wie wild es wird.
Die Bilder des Tages und die Route: https://www.relive.cc/view/v4OGRYxW9mv
| Londonderry |
| Das B&B - Cherrytree House |
| Mein Zimmer |
| ... und Bad |
Also das Bad mit der Badewanne ist ja süß! Hast du da überhaupt reingepasst?
AntwortenLöschenDas Gejammer der Engländer über den Brexit kann ich nicht mehr hören - dann hätten sie anders abstimmen müssen!
Wie war denn das Preisniveau generell?
Also in UK war das Preisniveau vergleichbar zu uns, nur die B&B Kosten haben sich um ca. 30-40 % erhöht gegenüber 2020, was aber mehr an der Corona Pandemie liegt und alle jammern über die hohen Kosten bei Mietwagen
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