Heute war Wandertag. Ich hatte etwas im Internet
recherchiert und stieß durch Zufall auf den Gleninchaquin Park, der auf der
anderen Seite der Kenmare Bay liegt. Also nicht weit weg und ich machte mich
nach einem tollen Frühstück, inkl. selbst gemachter Scones und Marmelade, auf
den Weg. Ich wollte recht früh da sein, denn zum Nachmittag war wieder viel
Regen angesagt. Nach einer abenteuerlichen, 12 km langen Single-Trackfahrt, die
schon mir einiges abverlangte aufgrund des kurzen Abstands zum Wasser – wie mag
es da den Autofahrern ergehen – kam ich an und wurde auch mit den Worten
begrüßt, ich wäre doch recht früh dran. Wie heißt das Motto noch mal: "Nur
der frühe Vogel fängt den Wurm" (Zitat von einer guten Freundin).
Rein in die Wanderklamotten, Rucksack umgeschnallt und schon
ging es los. Der Herr vom Empfang meinte, ich solle doch lieber gegen den
Uhrzeiger die Route nehmen, die wäre besser vom Aufstieg auf oberhalb des
Wasserfalls und ich als fragte wie lang
die wäre, sagte er 90 Minuten. Das war mir aber zu kurz, daher fragte ich noch
nach einer weiteren Strecke und ja, ich konnte noch oberhalb des Wasserfalls in
das angrenzende Tal wandern. Das wären dann 4 Stunden. Mit diesen Informationen
ging ich los. Aber schon auf den ersten Metern zog es mich an einen Bachlauf
und dessen kleine Wasserfälle in den Bann, so dass ich die Route genau anders
herum ging. Aber letztlich muss ich sagen, so war es vom Anblick am schönsten.
Oben am Wasserfall angekommen suchte ich den Einstieg in die lange Route in das
Tal. Ich fand sie nach einigem Suchen und nun fing die Kletterei über Steine
und matschigem Moorboden an. Jetzt wusste ich warum man beim Empfang angeben
sollte wenn man die lange Route wählt. Ich war der einzige auf der Route, weit und
breit kein Mensch. Die einzigen Laute die ich hörte, waren ab und zu das Blöcken
der Schafe hier oben. So ging ich in das Tal immer tiefer hinein, ja und dann,
dann kamen die schwarzen Wolken hinter der Bergkuppe rasant auf mich zu.
Also schnell kehrt machen und versuchen noch bei einigermassen trockenen Boden den Abstieg zu schaffen. Hier oben mal wieder ganz
allein, diesmal auch kein Handyempfang, war das für mich auch die richtige Entscheidung.
Unten im Tal angekommen entschloss ich mich trotz des Regens über die
Schafswiese einen Bogen zurück zu machen, nur dann kam ich an eine Stelle wo es
eigentlich nicht weiterging, denn eine Brücke über den Fluss war zerstört
(Anmerkung der Rezeption: Die wird auch nie wieder aufgebaut, da sie eigentlich
immer wieder durch die Wassermassen zerstört wird). Aber wer mich kennt, ich
finde einen Weg. Und so war es auch, an einer guten Stelle konnte ich die Böschung
hinunter, von Stein zu Stein über den Fluss und wieder hoch auf die andere
Seite gelangen. Mittlerweile war es wirklich stark am Regnen.
Zurück gab es dann sogar warmen Kaffee! Und als ich mich daran
so aufwärmte kam ein deutsches Pärchen hinein. Sie wollten auch zum Wasserfall,
aber leider hatte sie weiße Turnschuhe an! Aber wie die Iren so sind wurden ihr zwei Mülltüten gegeben,
die sie sich über die Schuhe binden konnte. Letztlich sind sie dann mit einer
Ausnahmegenehmigung mit dem Auto zum unteren Teil des Wasserfalls gefahren. Wir
konnten sie aus dem Fenster beobachten, sie ist dann aber doch nicht
ausgestiegen aus dem Auto, es regnete!
Wir hatten aber unseren Spaß.
Auf dem Rückweg noch an einem Pub gehalten, etwas gegessen
und dann für eine Brotzeit heute Abend beim Fußball noch was eingekauft. Jetzt
liege ich erschöpft aber glücklich über diesen tollen Tag auf meinem Bett und
schreibe diese Zeilen – vorher war aber noch Waschtag.
Morgen soll die pure Sonne scheinen, daher plane ich für
Morgen den nächsten Ring-Besuch mit dem Motorrad. Es geht auf den legendären Ring
of Kerry. Ich werde berichten wie legendär der nun ist.
Und hier wieder die Bilder, viel Spaß beim Anschauen!
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Da will ich hin
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... ganz nach oben
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Die Ablenkung
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Auf dem Weg nach oben
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Oberhalb des Wasserfalls
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... angekommen
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Ab in das Tal
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Rechtzeitig wieder unten
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Die Schafswiese
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Wo führt dieser Weg hin?
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