Was, schon 40 Tage vorbei! Ich weiß noch wie ich am Anfang, im ersten
Drittel, mal öfters überlegt habe, ob ich das überhaupt durchhalten werde. Und
siehe da, nun sind am kommenden Sonntag bereits 6 Wochen um und mir geht es
gut! Ich erwische mich aber nun des Öfteren, dass ich mir unter booking.com die
B&B's anschauen muss, um mich zu erinnern wo ich überall übernachtet habe.
Es sind mit der jetzigen nun 18 verschiedene B&B's gewesen!
Nun aber zu heute. Als ich gegen 07.30 den Wecker hörte und mit einem Auge
raus sah, wollte ich am liebsten einfach mich umdrehen und weiter schlafen.
Denn draußen war eine trübe Brühe aus Regen, Nebel und Wind. Da ich aber für
08.30 mein Frühstück wieder bekam, stand ich aber auf und ging in der
Frühstücksraum. Ich begrüßte die liebe Gastgeberin mit dem Kommentar, dass ich
mich anschließend wieder in mein Bett legen werde. Das tat ich auch und schlief
noch mal bis mittags fest ein. Und siehe da, als ich dann die Augen auf machte,
kamen erste blaue Flecken am Himmel zum Vorschein.
Ich hatte mir zwar für heute eine kleine Motorradrunde zusammengestellt,
hatte aber irgendwie keine Lust und ließ das Motorrad stehen und nahm dafür die
Wanderschuhe. Ich suchte mir einen Weg über Komoot, der mich abseits der Hauptstraße
nach Kenmare bringen würde, und es gab einen. Also schnell meine sieben Sachen
gepackt und los ging es. Ich musste aber erst einmal ein paar Meter entlang der
Hauptstraße bevor ich auf den Weg kommen sollte. Und was war gerade an dieser
Kreuzung passiert, an der ich abbiegen sollte, ein schrecklicher Unfall. Die
Autos stauten sich bereits in beide Richtungen, die Straße ist die
Hauptschlagader an der Küste, und je näher ich an den Unfall Ort kam, desto
mehr wollte ich eigentlich Abstand halten. Aber nach ein paar Minuten wurde zum
Glück eine Fahrtrichtung wieder freigegeben und ich konnte am Unfallort durch und
auf meinen Weg abbiegen. Und zur Freude kam ich auf den Kerry Way an. Dies ist
ein Wanderweg der einmal rund um die Halbinsel Kerry geht mit etwas um die 200
km. Hurra, also ein richtiger Wanderweg und keine Straße. Ich weiß nun nicht
was besser gewesen wäre. denn der Wanderweg führte natürlich über schöne Trials
aber auch über die Wiesen und Mooslandschaft, auf der eigentlich Kühe, Schafe
und Pferde stehen. Dem entsprechend war es gerade nach dem Regenfall eine sehr
schlammige Angelegenheit. Die Strecke über die Hauptstraße waren ca. 5 km, so
nahm ich an die über den Wanderweg dürfte nur max. 7 km haben. Aber falsch
gedacht, der Wanderweg ging natürlich erst mal nach ganz oben auf den ersten
Hügel um dann über Schlangenpfade von einem zum anderen zu führen. So waren es
dann doch bereits 12 km als ich in Kenmare ankam. Aber dennoch machte ich mich
auf noch den Kenmare Park zu besuchen, der direkt an der Bucht liegt. Den Park
auch noch einmal durchquert und nach weiteren 4 km kam ich dann im Pub an. Das
erste Guinness war richtig lecker!
Nun hatte mir meine Gastgeberin Geraldine (genannt: Gerd, mit einem weichem "G")
liebenswerter Weise die Taxinummer gegeben, bei der ich in Kenmare ein Taxi
bestellen konnte für den Rückweg. Aber leider wurde mir abgesagt, erst in 1,5 Stunden
hätten sie wieder ein freies Taxi zur Verfügung. Aber für diesen Fall hatte
Gerd mir ihre Nummer aufgeschrieben, ich rief an und keine 5 Minuten später
stand sie mit ihrem SUV vor dem Pub. Ich nahm vorne auf der linken Seite Platz,
war das ein seltsames Gefühl! Und schon schoss Gerd mit über hundert Sachen die
Hauptstraße entlang zum B&B, jede Bodenwelle umfuhr sie gekonnt - man, war
das eine kurze aber wilde Fahrt!
Mal sehen was ich morgen Früh erblicke wenn ich die Augen aufmache. Jetzt
spät abends bläst noch kräftig der Wind. Ich lass mich überraschen.
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Das Wetter am Mittag
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Was für ein Trampelpfad
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Oft musste ich über solche Stiegen den Weg fortsetzen
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Ausgang vom Wanderweg
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Der Kenmare Park
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| Blütenteppich |

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Wieder mal ein Stone Circle
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Das Ende der Kenmare Bay
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Das Wetter am Abend - warum nicht gleich so!
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