Heute war es nun soweit. Um 03.30 Uhr heute Morgen hielt mich nichts mehr im Bett. Pünktlich um 04:15 Uhr stand Kevin vor meiner Tür und brachte mich zum Flughafen. Halb noch am Schlafen schafte ich den Weg durch die Security und war dann froh recht schnell im Flugzeug meinen Platz zu finden und die nächsten 2 Stunden noch etwas Schlaf nachzuholen. Das war auch gut so, denn heute lagen noch ca. 200 km Strecke vor mir.
In Barcelona am Airport gleich ein Taxi genommen und zum Glück ging es raus aus Barcelona zur Spedition. Auch hier ist jeden Morgen das gleiche Chaos auf der Autobahn Stadt einwärts wie in jeder Stadt.
Bereits gegen 09:30 Uhr an der Spedition angekommen und nach einem kurzem Gespräch an der Rezi sollte ich zur Halle 6 laufen und dort mich melden. Gesagt getan, gemeldet und dann, ja dann passierte erstmal nichts. Da ich in der Halle nicht bleiben durfte aus betrieblichen Gründen schlug ich also mein Zelt vor dem Hallentor auf. Nachdem nun über 30 Minuten vergangen waren, meldete ich mich noch mal und jedes Mal wurde ein anderer Arbeiter beauftragt mein Motorrad aus der Halle zu holen. Nach dem zweiten Mal schnappte ich mir dann einen Mitarbeiter und ging ihm nicht mehr von der Seite bis er mein Moped mir brachte. Auspacken aus der Box, anbringen aller Sachen, wie die Tasche und das ganze andere Kamerazeug, brauchte noch mal etwas Zeit. Zum Schluss zog ich mich dann noch um – draussen, neben dem Hallentor - und musste anschliessend schmunzeln als ich bemerkte, dass ich dies vor dem Büro der Sachbearbeiter getan hatte. Aber keiner ist schreiend an mir vorbei rausgerannt in dieser Zeit, also alles im Lot.
Zuerst ging es in Richtung Norden zum Kloster Monserat. Über sehr geschwungene Straßen kletterte ich also bis in den Berg hinauf und bemerkte dabei, wie seltsam sich das anfühlte. Heute Morgen noch in Deutschland und jetzt bereits mit meinem eigenen Motorrad schon am Zielort unterwegs. Eigentlich gewöhnt man sich erstmal auf den ersten Kilometern bei einer Anreise an das neue Gefühl, aber so war es auf einmal schon komplett – nix mit Eingewöhnen, gleich ging es richtig zur Sache.
Von Monserat war ich enttäuscht. Großer Andrang mit Bussen und Autos, ein Gebäude-Komplex aus den 70er Jahren steht genau am Anfang der Schlucht und Menschen über Menschen. Also schnell wieder weg und ab ins Hinterland. Dabei staunte ich sehr über die grüne Natur hier. Ich dachte aufgrund des großen Wassermangels wäre hier viel mehr braun und karg, aber nein, alles blüht hier und der Weizen steht schon recht gut da.
Unterwegs noch ein 4 Gänge Menü gegessen in einem einheimischen Restaurant – super lecker, es waren kleine Portionen – kam ich am Ende in L'Albi an. Ein kleines verschlafenes Dorf, alle 4 Geschäfte zu, außer der Dorfkneipe. Da es hier keinen Campingplatz gibt, habe ich für heute mein Zelt auf einen öffentlichen Camper-Stellplatz aufgeschlagen. Ob das erlaubt ist, weiß ich nicht. Aber beim Aufbau stand in unmittelbarer Nähe ein Polizeiauto, und gemeldet hatte sich auch keiner von denen bei mir. Also, wird wohl geduldet.
Morgen geht es auf den TET, erste Off-Road Strecken befahren. Aber jetzt ganz schnell in den Schlafsack, es wird verdammt kalt ohne Sonne.
Und hier wieder die Tour vom heutigen Tag und ein paar Fotos:
https://www.relive.cc/view/vPOpD4728EO
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