Mittwoch, 22. Mai 2024

2024 -ACT - 21.Tag - Von Fisterra nach Ferrol

Es ist bereits der nächste Tag und ich schreibe den Bericht von gestrigen Tag erst jetzt am Morgen, denn draußen regnet es heftig und ich muss das Zimmer erst zu 11:00 verlassen. 

Warum kam ich gestern nicht zum Schreiben? Ich hatte eine Premiere zu feiern und nach Abschluss der Feier fiel ich nur noch in mein Bett und schlief bis heute Morgen durch. 

Was hatte ich zu feiern? Meine ersten Plattfuß, den ich selber geflickt habe. 

Was war passiert? Auf einer Landstraße, ich düse so mit 80kmh von einer leichten Kurve in die andere, machte es Peng, ein lauter Knall vom Hinterradreifen und mein Motorrad fing an wie wild zu tanzen. Sachte zog ich die Vorderradbremse und kam nach einigen Metern am rechten Fahrbahnrand zum Stehen. Glücklicherweise blieb das hinter mir folgende Auto stehen und hatte diese Situation mit angesehen. Auf der gegenüberliegenden Seite war zum Glück eine Auffahrt zu einem Betreib. Ich rollte rüber, stieg ab und schaute mir den Schaden an. Nach kurzer Zeit fand ich den Grund: ein ca. 0,5 cm großes Loch im Reifen, aber nicht auf der Lauffläche sondern im Profil dazwischen. Der Reifen war durch diesen plötzlichen Druckabfall auch von der Felge nach innen gerutscht und ich machte mir Gedanken, ob mein Luftkompressor den Reifen wieder an den Rand drücken könnte, nachdem ich das Loch gestoppt hätte.

Als ich so da stand, hielt der besagte Autofahrer neben mir an auf der Einfahrt und Sergio stieg aus. Ein Spanier, der in der Schweiz lebt, auf Heimatbesuch ist, sprach mich mit einem leichten Schweizer Dialekt an und fragte ob er helfen könne. Er habe mein Kennzeichen gesehen und weiß wir schwer es ist hier in Galicien mit der Sprache. So bat er mir seine Hilfe an, fuhr los zum Inhaber von dem Betrieb und wollte versuchen ob der mir einen Kompressor zur Verfügung stellen kann.

Derweil stopfte ich das Loch. Ich hatte extra für solche Situationen entsprechendes Flickzeug mit. Bei einem schlauchlosen Reifen wird ein Kautschuk Streifen mit entsprechenden Kleber eingezogen. Ich hatte dies noch nie gemacht bzw. geübt, ich hatte das immer mal vor an einem alten Reifen zu üben, aber wie es so ist, man schiebt das immer auf. Aber da ich mir hierzu schon einige Youtube Videos angeschaut hatte, wusste ich worauf es ankam – schön viel Kleber mitgeben.

Kaum war ich fertig und der Kleber schon angetrocknet, war Sergio mit dem Inhaber zurück, in der Hand das passende Druckventil für den vorhandenen Kompressor im Betrieb. Schnell rein geschoben, aufgepumpt mit ordentlich Druck und der Reifen sprang zurück in sein Felgenbett. Puh, Glück gehabt und was für ein Zufall das gerade in diesem Moment Sergio vor Ort war. An dieser Stelle noch mal ein ganz herzlichen Dank an alle für ihre spontane Hilfsbereitschaft.

So machte ich mich weiter auf dem Weg entlang der Costa del la Morta. Immer mal wieder von einer Bucht zur nächsten. Bei mir wurden wieder Erinnerungen wach an Schottland. Denn auch das Wetter ist hier so wechselhaft. Wie sagte Sergio zu mir: Willkommen in Galicien.

Zum Nachmittag sprang ich wieder auf die Schnellstraße, umfuhr die die großen Ortschaften und kam zeitig in Ferrol im Hotel an. Auf Empfehlung des Hoteliers ging ich in ein typisches galicisches Restaurant und ließ mir das Essen schmecken, mit etwas Rotwein und zur Feier des Tages mit einem ordentlichen Glas Whiskey.

Jetzt gleich geht es nach Castropol, nicht weit von hier in ca. 200km. Dort habe ich bereits eine Unterkunft direkt am Strand und hoffe, dass zum Nachmittag dann die Sonne noch erscheint und ich am Strand sitzen kann. Wir werden sehen.

Und hier wieder die Tour vom gestrigen Tag und ein paar Fotos:



Weiss jemand was das hier ist, die gibt es in groß/klein, alt/neu?

















2 Kommentare:

  1. Das sind Tiny Häuser😊 mit Meerblick

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  2. Zum Glück ist nichts schlimmeres passiert durch den Reifenschaden 🙏👍🏼🎈

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