Heute war die Anfahrt nach Barcelona. Eine kurze Strecke von ca. 100km, die wir aber noch mal genossen haben. Denn es schien die Sonne, es war angenehm warm und wir suchten uns Straßen aus, die uns um Barcelona herrum zu unser Hotel führten. Ein Hotel nicht weit weg vom Zentrum aber doch ruhig in einer Wohngegend mit einem schönen kleinen Platz in der Mitte, wo die Stühle der Bar ausgestellt waren und wir hier erst mal unser tägliches Fahr-Bier nahmen nach der Ankunft.
Dann entschlossen wir uns mit dem Motorrad die Stadt zu erkunden, Seitenkoffer ließen wir dran und so mussten wir uns in dem Berufsverkehr hinter die Autos stellen. Es machte dennoch Spaß den vielen Rollerfahrern zu zuschauen wie sie sich links, rechts oder in der Mitte durchmogelten und stets, kurz bevor es grün wurde, schon starteten. Wie auch Bilbao ist Barcelona mit einem sehr großen Fahrradweg Netzwerk ausgestattet und so kamen noch einige Radfahrer dazu. Also aufpassen beim Abbiegen oder beim Kreisverkehr. Aber wir lernten schnell mit dem Schwarm mit zu fliegen.
So ging es erst mal zum Parlamentsgebäude, das hoch oben
über der Stadt thront. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die
ganze Stadt. Dann weiter zum Mirador de Montjuic, von hier aus den Blick über
den Hafen. Dann fuhren wir dort hinunter und gingen zum Abschluss fürstlich in
einem Fischrestaurant essen. Denn mit der heutigen Etappe hatte ich ein
weiteres Ziel erreicht: Die Umrundung der iberischen Halbinsel. Hierfür habe
ich nun 43.Tage gebraucht und bin ca. 8.500km gefahren.
Den krönenden Abschluss machte dann die Besichtigung der
Basilica de la Sagrada Familia. Es war schon Abend und dunkel und so erstrahlte
das Gebäude im Schein der Lichtstrahler. Es wirkte irgendwie künstlich, denn
ich hatte mir vorgestellt das Gebäude stehe wie z.B. der Kölner Dom auf einem
Platz mit mehr Platz zu den umstehenden Gebäuden. Aber dem ist nicht so, es
taucht direkt in einem Wohngebiet mitten drin auf, der Abstand zu den Wohnhäusern
ist wie überall nur eine Straßenbreite. Was Gaudi hier nun vor über 100 Jahren
geplant und angefangen hat umzusetzen, ist jedenfalls Geschmackssache, sehr
verspielt und man erkennt deutlich die Bauteile aus der früheren Zeit zur
jetzigen Zeit. Es war erstaunlich leer an diesem Ort, die Bars ringsherum waren
nicht alle voll. Das zeigt, hier in Barcelona ist noch nicht die Hauptsaison. Dennoch
muss ich sagen merkt man wie die Stadt pulsiert, besonders durch die vielen jungen
Menschen.
Spät ging es dann zum Hotel zurück und wir freutn uns auf die morgige Fährfahrt nach Genua bei strahlend blauem Himmel.
Und hier wieder die Tour vom heutigen Tag und ein paar Fotos:
https://www.relive.cc/view/veqz1k2onB6
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