Heute war die Nacht früh zu Ende. Um 05.30 konnten wir die Ansage, dass wir die Zimmer verlassen und alle Motorradfahrer sich am Heck einfinden sollen, nicht überhören. Dennoch nahmen wir uns die Zeit für ein kleines Frühstück, denn das Einlaufen im Hafen sowie die Vorbereitungen für das Entladen zogen sich noch hin bis ca. 08.00 Uhr.
Bei der Ausfahrt vom Schiff hatte ich Glück. Ich stand am Ende
einer Reihe und neben mir war recht schnell Platz, so dass ich das Schiff
verlassen konnte. Tom hatte weniger Glück und musste warten und kam somit bei
der Passkontrolle in den Stau. Aber gegen 09.30 Uhr hatten wir es geschafft.
Wir suchten noch ein Café für einen letzten gemeinsamen Kaffee und anschließend
verabschiedeten wir uns. Tom fuhr direkt auf die Autobahn in Richtung Heimat
und ich zu dem Reifenhändler. Irgendwo mitten in der Stadt in einer Tiefgarage
habe ich ihn dann gefunden. Der Inhaber, Alessandro, begrüßte mich freundlich
und war sehr hilfsbereit. Schon nach nicht mal einer Stunde fuhr ich mit dem
neuen Hinterrad Reifen wieder raus.
Nun ging es nördlich von Genua in die Berge. Sobald ich aber über 1.000m Höhe kam, war kaum noch Sicht auf die Straße. Dicke Nebelschwaden zogen durch die Wälder und ich sah rechts, links und vor mir maximal 10 Meter weit. Ich war froh wieder ins Tal zu kommen. Die Müdigkeit kam durch und ich suchte mir eine Unterkunft in einem kleinen Ort. Was in Spanien die Casa's sind, sind in Italien die Albergo`s. Kleine Hotels über einer Bar oder Einkaufsladen mit Restaurant. Hier kocht dann der Herbergsvater selber und die Herbergsmutter macht die Bedienung.
Nach dem Essen und dem zu vielen Wein, fiel ich nur noch ins Bett und schlief sofort ein. Das war gut so, denn für den kommenden Tag waren ca. 200km geplant und mit Nebel in den Bergen ist das auch sehr anstrengend und langsam.
Und hier wieder die Tour vom heutigen Tag und ein paar Fotos:
https://www.relive.cc/view/vQvx5Ag8e9O
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