Wir sind angekommen, nach ca 330 km kamen wir in Midelt an. Die Temperaturen stiegen heute auf bis zu 30°, wir bewegten uns stets in einer Höhe von ca 2000 m. Das alles zusammen und noch die heftigen Offroad Passagen, forderten von uns unser ganzes Können und auch ein großteil unserer Kondition.
Wir kommen immer mehr in den Teil von Marokko an, wo der Tourismus nur noch selten zu finden ist. Das merkt man sehr deutlich an der Landschaft und auch an den Bewohnern. Recht armselige kleine Dörfer und auch Bauernhöfe lagen heute auf unserem Weg. Die Schafe und Ziegen, die unseren Weg kreuzten, die Esel die am Straßenrand standen, hörten wir auf irgendwann mal zu zählen. Gerade abseits der Straßen mussten wir höllisch aufpassen, wenn wir über Schotter und Stein an den Herden vorbeifuhren, des öfteren sprangen dann Schafe und Ziegen mal von links nach rechts und umgekehrt. Was besonders beeindruckend ist, wie sich die Landschaft in Richtung Süden immer mehr in Richtung Wüste entwickelt. Waren es zum Anfang noch dichte Wälder, folgten dann rote Lehmhügel und zum Schluss das Flachland vor dem Atlasgebirge.
Auch das Verhalten der Einwohner gegenüber den Touristen nimmt immer mehr eine zurückhaltende Haltung ein. Denn nicht oft kommen in diesen abgelegenen Gebieten Touristen vorbei, zumal auch Motorradfahrer recht selten hier anzutreffen sind. Zu unserer Mittagspause hielten wir an einem kleinen Kiosk an, bestellten reichlich zu trinken, nahmen Kekse und Kuchen zu uns und unsere Motorräder parkten vor dem Kiosk. Bis dato hatten wir noch keinen einzigen Motorradfahrer aus Europa gesehen bzw getroffen. Aber kaum standen da unsere Motorräder, kamen nach kurzer Zeit eine Gruppe deutscher Motorradfahrer an. Das kennen wir zu genüge aus Deutschland, sobald irgendwo ein Motorrad steht dauert es nicht lange und dann stehen schon einige mehr da. Wäre ja mal eine Geschäftsidee für die kleinen Ladenbetreiber hier in Marokko. Tom freundete sich in der Pause mit einer Katze an, in der Hoffnung dass diese Katze eine verwunschene Prinzessin sei.
Und wie es beim Offroad fahren immer ist, der anstrengendste Teil kommt immer zum Schluss. So mussten wir steile Rampen mit faustgroßen Steinen herunterfahren und so einige tiefe Spuren überqueren.
Für die heutige Übernachtung haben wir uns in ein marokkanisches Riad einquartiert und genossen das landestypische Abendessen. Viel gesehen von irgendeiner Stadt, einem Suk haben wir bis jetzt noch nicht. Dafür waren die Ankunftszeiten in den letzten Tagen einfach zu spät. Aber für morgen planen wir eine frühere Ankunftszeit ein , und hoffen dann auf eine kleine Stadtbesichtigung in
Imichil. Aber zuerst geht es morgen durch eine sehr schmale Schlucht und dann hinauf in den Atlas.











Lieber Stefan,
AntwortenLöschenDas klingt für mich alles nach Abenteuer pur😊
Allzeit gute Fahrt und Hals und Beinbruch!! Lieben Gruß aus Düsseldorf von Annette