Noch ganz kurz zu Tag 3 - den verbrachten wir ja aufgrund des starken Regens in der Ferienwohnung - zum Teil, wir konnten es uns ja nicht entgehen lassen bei einsetzenden Regen den Abstieg zu Fuss nach Makarska zu nehmen. So wurden wir vom heftigen Regen überrannt als wir auf dem Weg wieder hinauf waren. Wir mussten in einem Cafe am Supermarkt einkehren und die nächsten 2 Stunden dort aushalten.
Nun aber zu Heute. Früh standen wir auf, der Himmel zeigte die Farbe blau, aber dazu gesellte sich ein extrem starker Wind. Kurz gefrühstückt und bereits um 08:00 waren wir auf dem Weg zum Auto Camp, der hinter der ersten Bergkette an der Küste im Landesinneren liegt. Hier wollten wir das Auto und den Anhänger abstellen und unsere heutige Tour nach Sarajevo starten. Nach dem Aufladen des Gepäcks ging es dann auf kleinen, geschwungenen Kurven zur Grenze nach Bosnien. Weiter ging es dann auf den ersten Off-Road Strecken und bis auf ein paar Pfützen war von dem Regen nicht mehr viel zu sehen. Dafür sammelte ich als Erstfahrender alle möglichen Arten von Raupen von den Blättern und die Wege durch das Dickicht wurden immer enger. So verstrich die Zeit zu schnell und nach 6-7 Stunden hatten wir gerade mal 150 km geschafft.
Ein Blick auf die Karte zeigte uns, das wir unser heutiges Ziel nicht mehr erreichen und kurz vor Sarajevo ankommen würden. So entschlossen wir, die Nacht im höchst gelegenen Dorf von Bosnien zu verbringen: Lukomir. Ein Dorf, das eigentlich schon seit 600 Jahren besteht, aber erst durch den Enduro Tourismus bekannt wurde. Hier lebten eigentlich die Schäfer in der Zeit von Frühling bis Herbst und jetzt, wo es immer bekannter wurde werden hier nach und nach aus den einfachen Steinhäusern kleine Pensionen. Da auch heute hier kein schönes Wetter sich zeigte, war das Dorf bei unserer Ankunft recht leer - in der Nacht gehen hier oben noch die Temperaturen auf ca. 4 Grad runter.
Die Auffahrt zum Dorf war anstrengend, sehr holprige Pisten mit ordentlich Geröll und teils sehr nassen Waldpassagen. Aber alles ging gut und wir konnten beim Vermieter auch unser Abendessen bestellen - Boreg und eine Gemüsesuppe. Später fielen uns schon am Tisch die Augen zu.
Morgen soll es dann Sarajevo gehen zu den Lost Places der damaligen Winter Olympiade aus dem Jahr 1984 und von dort aus in Richtung Durmitor Nationalpark.
Ach so, gleich heute am ersten Tag auf dem Motorrad trat nun der viel besagte Fehler bei mir auf: Die Tankanzeige spinnt, blinkt im Wechsel Leer/Voll. Leider bekannt und so werde ich meine Tankfüllung auf der Reise wohl auf Basis der zurück gelegten Kilometer einplanen müssen - back to the roots.
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