Freitag, 12. Juni 2026

2026 - Balkan - Tag 30 - Durres an der Küste in Albanien - leider ein Ort wie so viele an der Adria

So, nun ist mit dem heutigen Tag die Halbzeit erreicht. Nach dem langen und feuchten gestrigen Abend - ich saß noch etwas länger mit Juris auf der Terrasse am Hotel, das Personal schloss schon ab, wir mussten dann später über einen Nebeneingang zu unseren Zimmern - stand ich mit einem leichten Dickschädel auf. Eine kalte Dusche und ein albanisches Frühstück später, das hier zu Lande aus einem Omelett mit Schafskäse und Teigtaschen mit Marmelade besteht, ging es weiter in Richtung Norden. Da ich nun das Hinterland mit den Bergen schon kannte, wollte ich mich mal in die etwas flacheren Regionen begeben. So entschied ich mich an die Küste nach Durres zu fahren, um zu schauen wie hier der Strandtourismus gelebt wird. Dabei kam ich im Hinterland durch eine gruselige Gegend, in der überall braune, verrostete Tanks standen, Pumpanlagen aufgestellt sind und es fürchterlich nach Schwefel roch. Was für eine trostlose Gegend. Auch das Umfeld aussen herum war sehr ärmlich, so mein Eindruck wenn ich die Häuser und Grundstücke sah. Davon bekommt man in den Bergen nichts mit.

So kam ich ich nach einiger Zeit in Durres an und auch hier wurde mein Eindruck nicht besser. Die Stadt, die über einen sehr langen Strand verfügt, ist bis ans Wasser mit Hotels zugebaut, immer mal wieder sieht man aber dazwischen einzelne Bauruinen. Unzählige Restaurants, Kneipen, Einkaufsläden säumen die Strandpromenade. Dabei ist von Abwechslung nichts zu sehen, alles sehr gleich. Ich frage mich wie die Besitzer auf Umsatz kommen wollen, denn in den Restaurants saßen nur eine Handvoll Gäste. Teilweise fangen sie hier auch schon an, um die Gäste auf der Straße zu werben. Somit ist es hier wie an vielen Orten an der Adria, Albanien hat in seiner jungen Entwicklung anscheinend nicht mal nach links und rechts geschaut. Denn auf Dauer will das keiner haben, oder liege ich da so falsch? Gibt es doch mehr Touristen, die sich wie Sardinen am Strand nur vor links nach rechts drehen?

Somit steht für mich schon fest, die nächsten Übernachtungen werden auch an der Küste sein, aber ausserhalb solcher Orte, denn bis Split werde ich nun der Küste folgen. Ich hoffe nur, das der starke Wind etwas nachlässt, denn ich musste während der Fahrt mit der linken Hand ständig den Helm festhalten.

Noch ein Wort zu der Unterkunft von heute: Ich werde mal bei Booking nachfragen, wie die ihre Bewertungen, auf die man sich ja eigentlich verlassen sollte, überprüfen. Denn als ich nun am Nachmittag hier am Hotel ankam, konnte ich nicht glauben, das ich mitten in einer Baustelle ankam. Die Zimmer sind zwar fertig und auch neu ausgestattet - wer kommt aber bitte auf die Idee, eine Dusche im Badezimmer ohne Schutz zu instalieren, so dass man das Toilettenpapier sicher verstauen muss, damit es nicht nass wird -von anderen Sachen, die noch fehlen oder fragwürdig sind mal abgesehen. Bin mal gespannt wenn ich morgen Früh dusche ob dann das Wasser aus dem Badezimmer in den Schlafraum läuft - ich werde berichten. Jedenfalls habe ich meine Unmut über solch einen Zustand beim Manger abgelassen, nun bekomme ich das Zimmer für die Hälfte - aber bitte nicht an Booking melden - also so läuft das hier!

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