Heute war dann die Tour zu meiner ersten richtigen Stadt in Irland: Galway. Auf dem Weg dahin kam ich wieder an schönen Sandstränden, Lagunen – es war mal wieder Ebbe – und sogar an einem alten Castle vorbei. Wieder habe ich den Wechsel von WWW-Route auf das Inland bevorzugt und es ist echt nett von den Iren, wenn du an ihnen vorbei fährst und sie dich mit einem Handzeichen grüßen. Wobei mir auffiel, dass sie oft nur den Zeigefinger hierfür verwenden. Als Erwiderung hatte ich zum Anfang immer die linke Hand gehoben und dachte mir so, ob das so gut aussieht – mit einem deutschen Kennzeichen. Daher nahm ich und werde ich in Zukunft das "V" mit den Fingern lieber zeigen. Ist schon komisch welche Gedanken einem beim Motorradfahren durch den Kopf gehen.
Unterwegs habe ich heute nicht viel angehalten, mal für einen Tee aus meiner Thermokanne oder ein warmes Sandwich, das war es. Trotzdem kam ich erst recht spät im B&B an. Ich hatte mir eines ausgesucht, das Stadtzentrums nah liegt. So kam ich bei Berufsverkehr in der Stadt an und durch Kombination von zwei Navis konnte ich den meisten Stau umfahren. Als ich ankam stand der Gastgeber an der Eingangstür und als er mich sah , kam er raus und fragte ob ich nicht lieber hinter dem Haus parken möchte. Klar war das mir sicherer und dann hatte er noch eine andere grandiose Idee. Wenn ich nichts dagegen hätte könnte er mir ein Zimmer direkt neben dem Stellplatz geben, ist zwar kleiner aber der Weg mit dem Gepäck wäre sehr kurz. So kurz, das ich mein Gepäck durch das Fenster auf das Bett werfen kann. So nah habe ich in den ganzen Wochen noch nie an meinem Motorrad geschlafen!
Dann nahm ich ein Drehzahl-Bier und ich wurde richtig müde. Dennoch konnte ich mich noch aufraffen und in die Stadt gehen. So kam ich nach kurzer Strecke in der Innenstadt an. Viele Pubs, Restaurants und vor allem viele, viele Menschen. Irgendwie hatte ich gar keine Lust mich ins Getümmel zu werfen, ich bin auch mal in ein Pub mit irischer Live-Musik rein gegangen, aber irgendwie war mir das alles zu viel. Auch hatte ich keinen Hunger und so erkundete ich die Innenstadt zu Fuß bis runter zum Hafen und wieder zurück. Jetzt tun mir die Füße weh, es waren dann doch 6 km über Asphalt. So habe ich dann morgen Früh auch kein schlechtes Gewissen wenn ich wieder einmal ein richtiges irisches Frühstück nehme. Die letzten 2 Tage hatte ich nur das "irische Internationale". Das heißt, Toast mit Belag oder Marmelade und ein wenig Obst mit Joghurt.
Zu Galway ist eigentlich nicht viel zu sagen. Die Innenstadt ganz bunt durch die vielen Pubs, aber ansonsten ist es eigentlich für mich keine schöne Stadt. Da haben mir kleinere, wie z.B. Westport oder Donegal, besser gefallen. Auch merkte ich, dass hier die sonst doch oft nette, freundliche Art nicht mehr angesagt ist. Auch viele Bettler in der Innenstadt, erinnerten mich an die Domplatte in Köln.
Jetzt noch die Bilder hochladen und das war es dann für heute. Morgen ist wieder ein neuer Tag!
Die Bilder vom Tag und die Tour:https://www.relive.cc/view/vdORMoEWQKv
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