Donnerstag, 2. Juni 2022

2022 - Ab zu den Schafen - Day 32

Ich fange mal an diesen Tag rückwärts zu erzählen, denn was ich soeben in den letzter Stunde erlebt habe ist die irische Gastfreundschaft und Herzlichkeit in Person von Gareth und Steve.

Nach dem Dinner, das mir heute im B&B angeboten wurde und ich jenes in netter Gesellschaft mit einem Pärchen aus der Schweiz und einem aus Paris verbracht habe  - gemeinsam haben wir das Dinner an einem Tisch eingenommen  - bin ich raus, um mir die Füße zu vertreten. Das B&B heißt Castle View und wie der Name sagt, direkt vor der Haustür an der anderen Seite der kleinen Bucht steht eine Ruine. Der Gastgeber vom B&B, Garrett, ein unheimlich lieber Gastgeber, ist sogar der Schlüsselwächter vom Castle. Wie gesagt, ich ging los und wollte bei untergehender Sonne mir die Ruine anschauen. Als ich eintrat, sitzen zwei Enduro-Fahrer vor der Turmeingangstür und beendeten gerade ihr Dinner. Wir kamen sofort ins Gespräch, ist ja auch klar wenn sie die gleiche Leidenschaft haben wie ich. Beide unheimlich nette Kerle, Gareth und Steve, einer aus Nord-Irland und einer aus Südengland. Beide sind zurzeit wie ich mit ihren Enduros unterwegs und erkunden Irland, übernachten aber nicht wie ich Weichei in einem B&B sondern suchen sich Stellen im Freien aus. Und was kann es da besseres geben als an einem Castle in Freien direkt am Wasser mit vielen Mücken/Midges bei kalter Nacht zu übernachten. Nun habe ich einen weiteren Kontakt in Irland, wenn das so weitergeht muss ich schon bald meine nächste Reise hierher planen, um den ganzen Einladungen zu folgen! So saßen wir bestimmt eine Stunde da und erzählten uns Geschichten über das Offroad-Fahren, und da kann ich ja nun mittlerweile auch etwas dazu beitragen. Einfach grossartig, solche Begegnungen bereichern meine Reise!

Der eigentliche Tag der, wie gestern schon geschrieben, fing mit einem irischen Frühstück bei schönster Sonne an. Ich kann nun berichten, je weiter südlich ich komme desto voller werden die Sehenswürdigkeiten, der Verkehr nimmt zu aber zum Glück mir entgegen kommend. Denn die meisten Touristen mit ihren Leihwagen oder WoMo's fahren im Uhrzeigersinn an der Küste entlang, so dass zumindest der Beifahrer die Aussicht genießen kann, der Fahrer muss sich ja auf die Straße konzentrieren. Ich treffe sie dann spätestens an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie heute an den Cliffs von Moher. Hingegen an Orten wie der Parfümerie in den Burren, die Burren ist eine Karstlandschaft im Inneren von Irland und gehen bis an die Küsten zu den Cliffs, findet mal Stille und eine kleine Oase mit einem wirklich guten Tea-Room, in dem ich heute mein zweites Frühstück einnahm, frisch gebackene Stones mit Marmelade und Sahne – anschließend gab es auch nichts mehr zu essen bis zum Dinner.

Es standen noch weitere Sehenswürdigkeiten auf dem Plan, ein Castle, eine Bucht, aber irgendwie habe ich jetzt genügenden Burgen, Ruinen und Buchten gesehen. Daher habe ich diese heute links liegen gelassen und lieber die Zeit auf den Single Tracks im Landesinneren verbracht. Ich freue mich jedenfalls morgen Killarney zu erreichen und dann bleibe ich dort für die nächsten vier Nächte und werde erst mal das Motorrad beiseite stellen und meine Wanderschuhe wieder raus holen.  Denn die Stadt liegt direkt im einem National Park. Wie mir aber Gareth und Steve verraten haben, findet am kommenden Wochenende für 3 Tage ein großes Bikerfestival statt, wenn das nicht mal ein glücklicher Zufall ist! Das hört sich für mich nach langen Nächten an, denn alle Live-Konzerte sind kostenlos!

In großer Vorfreude nun auf das Bikerfestival, hier die Bilder vom Tag und die Tour: https://www.relive.cc/view/vdORMooeJKv 

Und hier die Bilder - heute in Killarney eine echt super schnelle Verbindung dank Glasfaser:




Die Burren Landschaft beginnt




Mitten drin die Parfümerie




... bis runter zur Küste

Cliffs of Moher




Das Castle gegenüber vom B&B


Steve & Gareth




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