Samstag, 4. Juni 2022

2022 - Ab zu den Schafen - Day 34

Die letzten beiden Tage hatten mal wieder ein paar Überraschungen für mich parat.  Aber erst mal zu Gestern, Tag 34: Wie angekündigt war ich schon recht früh auf der Schnellstraße unterwegs nach Cork, liegt ca. 100 km weiter östlich von Killarney. Dabei fuhr ich bei grauen Wolken los und kam bei schönstem Wetter in Cork an. An der Werkstatt wurde ich super freundlich empfangen, konnte mich umziehen und musste nur bis 17:00 wieder zurück sein, um mein Motorrad abzuholen. Gesagt, getan also dann ab in die Stadt. Cork ist eine lebendige irische Stadt. Zu erforschen gab es hauptsächlich das alte Fort und das Gefängnis aus dem 19.Jahrhundert. Beides war sehr unterhaltsam auf unterschiedliche Arten. Das Fort war eigentlich nur eine alte kleine Festungsanlage im Süden der Stadt. Aber wenn man sich wie ich den Audio Guide mit nimmt, den gab es für kleines Geld zum sonst kostenlosen Eintritt dazu, dann wird man in eine spannend erzählte Geschichte entführt über Cork. Ich vergaß die Zeit, schlenderte von Punkt zu Punkt und versank in der Geschichte. Anschließend ab zum Gefängnis, das lag dann aber wieder Nord-Westlich, also runter und wieder rauf und einmal quer durch die Stadt. Auch hier war es gut gemacht, wie die Geschichten rund um das Gefängnis erzählt wurden, diesmal aber anhand von Wachsfiguren und einem Beiblatt. Und dann war auch schon die Zeit um, ich musste zur Werkstatt zurück. Auch wollte ich nicht wieder wie auf der Hinfahrt über Schnellstraße sondern über kleine Straßen fahren.

Das Motorrad stand fertig da, bezahlen und umziehen und schon fuhr ich aus der Stadt raus, mit mir zum Berufsverkehr alle anderen auch, samt langsam fahrende Traktoren vor mir. Geduld war gefragt. Schon in Cork entschloss ich mich gleich auf das Biker Festival zu fahren. Als ich ankam war es erstaunlicherweise noch nicht voll auf dem Gelände, aber die Live Musik fing gerade an zu spielen. Ich schlenderte dann erst mal von Stand zu Stand und entdeckte einen Imbiss Stand mit dem Namen "Berlin Kebab". Was für ein Ding, das machte mich natürlich neugierig und so ging ich hin und fragte aus welchem Stadtteil in Berlin sie kämen. Ein blonder Mann drehte sich um, grinste mich an und sagte auf Deutsch: " Nicht aus Berlin, aber aus Hamburg und ich bin der Michael" So kamen wir ins Quatschen, er nahm sich kurz eine Auszeit und wir unterhielten uns – war schön und total unkompliziert. Dann gab er mir sogar noch einen Döner aus. Das wird ihn jetzt nicht arm machen, denn die Schlange an seinem Stand riss nicht ab und jeder Döner ging für 9€ über die Theke. Ziel von Michael ist, wie im amerikanischen Traum mit einem Hot Dog Stand, damit bald Millionär zu sein.

Gegen 20:00 verließ ich das Festival, aber als ich am Motorrad ankam klemmte ein Zettel an einem Motorrad mit der Nachricht von einem Carsten samt Mobilnummer und dem Hinweis auf das Internet-Forum speziell für die Hondas Africa Twin, in dem ich natürlich auch angemeldet bin. Das war die zweite Überraschung. Ich schrieb ihn an und er meldete sich zurück, und keine 30 Minuten später saßen oder standen wir mit einem Bier zusammen und unterhielten uns angeregt und lernten uns kennen.

War dann noch sehr lustig und auch unterhaltsam, so dass ich erst gegen Mitternacht im B&B wieder ankam. Daher auch erst heute der Bericht zu Gestern.

Und hier ein paar Bilder aus Cork:





 


















Und hier noch das Bild vom Kebab-Stand:




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