Samstag, 4. Juni 2022

2022 - Ab zu den Schafen - Day 35

 

Heute Morgen ging es erst etwas später los. Gegen 10:00, das kann hier auch eine halbe Stunde später oder auch früher sein, sollte mich der Bus für den Ausflug in den National Park abholen. Er stand auch über pünktlich um 09:30 am B&B und sammelte mich ein. Schnell noch die anderen Gäste in Killarney einsammeln und schon ging es runter zum Castle am See im Park. Wir hatten dann alle noch ein paar Minuten Zeit uns das Castle anzuschauen und schon ging es mit der Boots-Tour weiter.

Nun hatte ich gedacht, da käme ein Ausflugsdampfer, aber weit gefehlt. Es ging auf ein großes, offenes Boot mit Außen-Motor, welches ich schon bei den Anglern gesehen hatte. Ich hatte Glück und mit mir zusammen war nur noch ein schwäbisches Pärchen mit an Bord und natürlich der Kapitän, die anderen beiden Boote waren mit 12 Personen voll besetzt. Es ging dann raus auf die Seen, der Kapitän hielt immer mal wieder an und erklärte uns einige Besonderheiten hier vom See und vom National Park. Insgesamt mussten aber drei Seen überquert werden, die mit engen Überfahrten und teilweise mit Stromschnellen verbunden sind. An manch einer engen Stelle bat uns der Kapitän am Bug zu prüfen ob irgendwelche Steine im Weg lagen, oder wir mussten  aussteigen um das Boot am Ufer per Seil durch die Stromschnellen zu führen – war alles sehr aufregend und wir hatten eine phänomenale Aussicht vom Wasser aus auf die Landschaft rund um das Gewässer. Nach einer ca. 60 minütigen Tour kamen wir am Ausstiegsplatz an. Von dort aus konnte dann jeder wie er wollte in seinem Tempo den Gap of Dunloe hinaufsteigen, allerdings sollte man spätestens um 16:00 Uhr auf der anderen Seite sein, damit man den Bus für die Rückfahrt nicht verpasst. Was ich aber nicht wusste war, dass die 12 Kilometer lange Wanderung am Pass über eine Straße führte, die man sich mit Autos, Motorradfahrern – und die gab es zu Hauf heute -, Fahrrädern und sogar Pferdekarren teilen musste. Das gefiel mir gar nicht und zu beeilte ich mich schnellst möglich die Strecke über den Pass hinter mich zu bringen und auch dem heran nahenden Regen zu entkommen. Ich war über pünktlich auf der anderen Seite, mir taten die Füße vom Asphalt treten weh und es regnete mittlerweile heftig. Insgesamt kann ich sagen: Boots-Tour top, Wanderung ein Flop!

Aber zum Glück gab es am Ziel ein Café-Haus, in dem ich mich erst mal ausruhen und stärken konnte. Dann ab in den Bus, ab zum B&B und jetzt liege ich auf meinem schönen weichem Bett, draußen ist es grau und trüb und werde heute nur noch mit meinem Moped zum nächsten Gasthaus fahren und eine Kleinigkeit essen. Das Biker Festival werde ich heute nicht mehr besuchen, vielleicht morgen Abend.

Und hier ein paar Bilder von der Boots-Tour und vom Gap of Dunloe:






 











 

 

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