Na das war heute eine Fahrt, entweder habe ich durch dichte Wälder, hohe
Hecken oder auch Mauern nichts von der Gegend gesehen oder ich fühlte mich
heute erinnert an Schottland in den Highlands.
Ich war jedenfalls heute Morgen froh das grausige B&B in Bristol verlassen
zu können. Nicht nur das Zimmer war schon sehr abgewohnt, auch der
Frühstücksraum. Alles war sicherlich das letzte Mal renoviert worden als der
alte, nette Mann, der mir heute Morgen das Frühstück servierte, noch sicherlich
jünger war. Ich umfuhr Bristol gen Süden, auf Berufsverkehr hatte ich nun gar
keine Lust. Auch war es schon merklich wärmer am Morgen und meine
Motorradklamotten hatte ich soweit ausgedünnt, so dass ich nur noch die äußere
Hülle trug. Es ging dann, wie eingangs erwähnt, nur über Straßen, die mir die
Sicht versperrten auf die Landschaft. Große Hecken, dichte Wälder oder auch
Steinmauern versperrten mir oft die Sicht und ich hatte das Gefühl, ich würde
die ganze Zeit in einem Tunnel fahren. Bis ich in eine Hochebene kam, dem
Dartmoor National Park. Hier war es dann so wie in den Highlands, nur grüne
Flächen aber diesmal nicht nur mit frei umher laufenden Schafen sondern auch
mit Kühen, Pferden und Ponys.
Schon bald war ich dann in Plymouth. Ich fand das B&B auf Anhieb obwohl
es diesmal direkt im alten Stadtkern Barbican liegt mit vielen kleinen Straßen,
und direkt an dem Hoe Park. Nach einer sehr ausführlichen Einweisung durch Rob
geleitete er mich mit meinem Motorrad auf die Rückseite des Hauses in eine
kleine Nebengasse. Und siehe da, hier lag ein abgesicherter Platz für mein
Motorrad, von meinem Zimmerfenster kann ich direkt auf mein Motorrad schauen.
Als ich es abschloss, bemerkte ich das laute Kreischen einer Möwe. Rob zeigte
auf einen Fenstervorbau neben meinem Zimmerfenster und hier parkt eine Möwe ihr
Küken. Na prima, sagte ich, das ist ja wie eine Alarmanlage. Schnell bemerkte
ich aber, als ich in meinem Zimmer war, dass die Möwenschreie auch sehr laut in
meinem Zimmer zu hören sind. Ich hoffe, dass Möwen in der Nacht auch schlafen,
ansonsten wird das eine sehr "lustige" Nacht.
Ich zog mich rasch um und ging los, aber erst mal in die Innenstadt, denn
heute Morgen hatte ich durch die Umfahrung mir kein neues Ladekabel besorgt.
Schnell fand ich einen Telefonladen, kaufte das entsprechende Kabel und war
froh wieder mein Handy laden zu können. Quer durch den Park steuerte ich dann direkt
auf die Küste zu. Da Plymouth mal eine bedeutende Basis für die englische Navi
war, es gibt hier in der Nähe in Devenport den größten Marinehafen, sind aus
der Nachkriegszeit viele Denkmäler aufgestellt. Ein großer asphaltierter Platz
davor lädt zum Skaten und Rollern ein. Und von hier oben hat man einen guten
Blick auch die ganze Bucht. Ich wunderte mich schon wo die ganzen Menschen
sind, und hier waren sie. Alle lagen auf den Steinen in der Bucht und badeten
im kalten, wirklich kalten Wasser. Ein Kreuz und Quer an Marineschiffe,
Segelschiffe, kleine Boote, Fischerboote bewegten sich in der Bucht, dazu noch
die Badegäste – es war viel los. Manch ein Jugendlicher war so waghalsig und
sprang vom Dach eines Hauses an der Klippe die ca. 20 m herunter ins Wasser.
Das scheint hier ganz normal zu sein, keiner sagte irgendwas. Nach einer kleinen
Mahlzeit schlenderte ich den ganzen Hafen herunter bis mir die Füße schmerzten.
Das war es auch schon wieder von heute. Irgendwie verrennen die Tage immer
mehr. Noch zwei Tage im Linksverkehr, dann kann ich wieder auf der
"richtigen" Seite fahren. Morgen geht es jedenfalls an die
südwestlichste Spitze von England nach Lands End bei St.Just.
Und hier wieder ein paar Bilder und die Tour: https://www.relive.cc/view/vevYoj3Zmy6
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Ganz schön eng
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... und dreckig
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... und Steine
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Dartmoor National Park
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Mein Abstellplatz
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Meine Alarmanlage
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Plymouth Innenstadt
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Platz zum Skaten & Rollern
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Genügend Denkmäler für beide Weltkriege
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| Ob Sir Duke bei seiner Weltumsegelung auch eine Möwe hatte? |
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Kalter Badespaß
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... oder warmer Badespaß
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