Sonntag, 23. Oktober 2022

2022 - Südtirol

Nun bin ich bereits von meiner dritten Tour vom Osttaurus in der Türkei zurück und habe noch nicht mal ein paar Worte zu unserer gemeinsamen Südtirol Tour zu Anfang September verloren.

Also, dann mal ran ans Werk bevor ich alles durcheinander bringe. 😊

Geplant war ja die Tour nach Südtirol eigentlich zu dritt zu fahren. Leider ließ die StVo bei einem Teilnehmer dies nicht zu, so dass ich nun mit Daniel alleine fuhr. Wir beide lieben kleine, kurvige Straßen und wollten uns dem Massentourismus in den Dolomiten zu dieser Jahreszeit mit allen anderen Motorradfahrern nicht antun. Daher lag unser Fokus mehr auf die Gegenden, die etwas abseits lagen.

So ging es am ersten Tag nach einer langwierigen Anfahrt mit viel Stau auf der Brennerautobahn in Richtung südlicher Grenze der Südtiroler Alpen nach Monte Grappa.

Zu bestaunen gab es hier ein unübersehbares monumentales Denkmal und Ossarium für die dort im Ersten Weltkrieg Gefallenen. Nach einer kurzen Exkursion ging es dann wieder über schwungvolle Straßen zurück zu unserem Basishotel. Ein MoHo-Hotel, also alle Gäste waren ausschließlich Biker bzw. Bikerinnen, die aber in deutlicher Unterzahl anzutreffen waren. Aber auch hier, wie von anderen Touren schon bekannt, gab es jeden Abend ein sehr schmackhaftes 4 Gänge Menü und wie auch sonst fielen uns jeden Tag nach dem Essen sehr schnell die Augen zu. Dafür ging es jeden Tag recht früh schon los, meistens so gegen 09:00 Uhr, und unsere Tagesetappen waren oft etwas über 300 km. Also mit Pausen waren wir so ca. 8 bis 9 Stunden unterwegs. Das 6 Tage lang fordert doch schon recht sehr. Zumal mir auffiel, dass ich die Gegend mit den schönen Ausblicken nun doch schon recht gut kenne und daher mehr den Blick auf die Straße und den Fahrspaß legte. Da es nicht nur mir sondern auch Daniel so ging, waren Fotostops doch recht selten.

Für den zweiten Tag war als Highlight das Stilfser Joch und weitere Pässe auf dem Weg unser Ziel.
Mit einer Höhe von 2757 m  ist das Stilfser Joch der höchste Gebirgspass in Italien und nach dem Col de l’Iseran der zweithöchste asphaltierte Gebirgspass der Alpen. Unzählige Kehren führen nach ganz oben zum Pass, der dann erschreckend überlaufen ist und vollgestopft ist mit Motorrädern und Radfahrern.

Am dritten Tag wollte ich nach mehrmaligen Anläufen aus meinen anderen Touren nun endlich die berühmte Brasa Schlucht erreichen und einmal vom Gardasee hinauf durch die enge Schlucht nach Pieve fahren. Zweifellos gehört dieses enge Sträßchen zu den 10 schönsten Straßen der Welt: Das stellte sogar Winston Churchill fest, der die Straße als „das 8. Weltwunder“ bezeichnete.

Zum vierten Tag zogen dann dunkle Wolken auf und wir beschlossen die Tour und deren Verlauf nach der Sonne bzw. den Wolkenlücken auszurichten. So fanden wir wunderschöne kleine Nebenstraßen und kleinere Pässe und waren für uns allein auf der Straße unterwegs. Es hat auch mal was nur der Nase nach zu fahren und nicht stets einer vorgeplanten Route zu folgen.

Tag 5 fing mit viel Regen an. So machten wir eine Pause und fuhren mit dem Auto nach Cavalese und gingen wandern. Zum Anfang noch bei Regen aber je länger wir unterwegs waren kam doch die Sonne zunehmend raus und es wurde wieder recht schön. Somit aber auch anstrengender, da wir von Cavalese aus eine Tour zur Mittelstation der Skigondel ausgewählt hatten und den Rückweg nicht über die Straße wählten sondern unterhalb der Gondel uns für den Abstieg entschieden.

Der 6.Tag war dann ein Ausfahren über die östlichen Pässe - Manghenpass, Passo Valles, Karersee, Nigerpass. Die Tour brachen wir aber schon zeitig am Nachmittag ab, da es doch wieder anfing heftiger zu regnen. So hatten wir am Nachmittag noch genügend Zeit die Motorräder aufzuladen und alles einzupacken für einen frühen Start am nächsten Tag zurück in die Heimat.

Die Rückfahrt, wir starteten schon recht früh gegen 05:00 Uhr, ließ sich vielversprechend an. Doch kurz vor dem Brenner Pass stoppte es auf einmal. Nichts ging mehr und schon kam die Info, dass ein LKW an der Auffahrt von der Gaststätte umgekippt sei und nun quer über die ganze Fahrbahn lag. Nach einiger Zeit kontrolliert die angerückte Polizei den Abfluss der Autos über die Gasstätte, aber allerdings über die Zufahrt dahin. Das hieß für mich nun 300 m rückwärts mit dem Anhänger fahren! Was für eine Erfahrung – ich kann nun sagen auch das kann ich jetzt !

Und hier nun chronologisch die Bilder und Strecken der 6 Tage in Südtirol:

Anfahrt - Teamwork beim Beladen



1.Tag - Monte Grappa - https://www.relive.cc/view/v4OGRZZRPmv









2.Tag - Stilfser Joch - https://www.relive.cc/view/v26MX38w33O








 

3.Tag - Brasa Schlucht - https://www.relive.cc/view/vQvxnL5oY96






 

4.Tag - Immer der Nase nach - https://www.relive.cc/view/vdORMLZrerv


 5.Tag - Cavalese








6.Tag - Manghenpass, Passo Valles, Karersee, Nigerpass - https://www.relive.cc/view/vrqDA5ky5Lv



 


 

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