Mittwoch, 8. Mai 2024

2024 -ACT - 7.Tag - Von Alba nach Trevelez

Was für ein Tag. Es ist jetzt bereits 00.30 als ich diese Zeilen schreibe. Was ist der Grund: Nach dem Essen im Restaurant vom Hotel hier im Bergdorf Trevelez beschloss ich meinen täglichen Beriecht in der Bar zu schreiben und dabei CL zu schauen. Also ging ich ins angrenzende Hotel und holte mein Notebook. Auf dem Weg zurück zur Bar kam mir Wolfgang, ein Dortmunder Harley-Fahrer entgegen, der auf der Suche nach etwas Essbaren war. Kurzerhand kam er mit mir in die Bar und wir setzen uns gemeinsam an einen Tisch. Und wenn ein Dortmunder und Ex-Berliner zusammenfinden wird das oft ein kurzweiliger Abend. Wir unterhielten uns, schauten in den wichtigen Momenten das Spiel Bayern gegen Real Madrid an, Wolfgang drückte für Real die Daumen, und quatschten über Gott und die Welt, bis der Barmann uns aufforderte nun zu bezahlen, wir waren die letzten in der Bar und das Spiel war schon lange für Real entschieden.

Ein schönes Ende vom Tag nachdem er doch mit ein paar Enttäuschungen angefangen hatte. 

Zuerst aber frühstückte ich noch mit Valentin zusammen, bevor er sich auf seinen weiteren Weg machte. Und anschließend wollte ich eigentlich in die Wüste Tarbernas, doch die Sierra ist ausschließlich für Motorräder und Quads gesperrt. Als ich darüber nachdachte ob ich es nicht doch versuchen sollte, schaute ich wehmütig den Jeeps hinterher, die dort rein fuhren. Aber mir war das zu ungewiss, nachher werde ich angehalten und darf eine heftige Strafe bezahlen – am späten Abend erhielt ich eine Nachricht von Valentin, das er dort entlang gefahren sei. Aber jeder muss das Risiko selber abwägen, mir war das zu heikel. So schnitt ich den Teil von meiner heutigen Tagestour ab und machte mich auf den Weg in die Sierra Nevada. Denn auch die viel angepriesenen Westernstädte hier bei Tarbernas konnten mich nicht überzeugen. 

Gestern hatte ich die Sierra Nevada noch von Norden betrachten können, nun fuhr ich auf deren Südseite. Meine Anspannung stieg, denn ich wollte mein Glück versuchen auf der Südseite den dort entlang führenden TET zu befahren. Ich stellte mir im Geiste bereits vor wie ich mühsam die Hänge erklimme und war sehr gespannt was mich erwarten würde. Doch zu meiner Überraschung waren dann die nächsten ca. 70km reinste Schotterpiste, breit genug für große Autos und auch sonst in einem tadellosen Zustand. Es gab natürlich grandiose Aussichten in Hülle und Fülle, auch drei Steinböcke, die ich aufscheuchte und mir einige Meter vor dem Vorderrad versuchten zu entschwinden, gab es zu sehen. So war das eine kurzweilige und freudige Angelegenheit hier oben ganz allein zu fahren und an einem schönen Wasserfall im Schatten meine Brotzeit einzunehmen. Es war dann  erst 16:30 als ich in dem Bergdorf Trevelez ankam und am Hotel/Restaurant mein Fahr-Bier zu mir nehmen wollte. Genau als ich ankam schloss aber der Barmann sein Geschäft ab, denn er hatte Mittagspause. Aber als ich fragte ob ich noch ein kühles Blondes erhalten könnte, schloss er wieder auf und zapfte mir mein Bier. Wie ich also dann so da saß im Schatten mit meinem kühlen Bier, kamen weitere Wanderer und wollten auch ein kühles Blondes, nur es gab nix mehr und geteilt habe ich nicht.

Das soll es nun für heute gewesen sein. Wie es morgen nun genau weiter geht weiß ich nicht. Denn die Planung für Morgen habe ich gerne eingetauscht gegen den netten Abend mit Wolfgang.

Und hier wieder die Tour vom heutigen Tag und ein paar Fotos:





















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