Das war also die 1.Etappe vom ACT Pyrenäen. Der Einstieg heute Morgen von unserem Hostel fing schon mal vielversprechend an. Nachdem wir die paar Kilometer zurückfuhren zum ACT, ging es erst mal auf kleinen Straßen den Berg hinauf, so etwas kannten wir ja bereits. Danach kam das erste Off-Road Stück, leicht fing es an auf Schotter, wechselte dann auf grobes Terrain und führte uns rauf eine kleine Alm, auf der wir erst mal ein Fohlen aufscheuchten und andere Pferde bis es dann wieder bergab ging. Ok, so kann es weitergehen, sagten wir uns. Ein paar Kilometer später hatten wir die Wahl zwischen einer Umfahrung auf Asphalt oder dem nächsten Waldweg, wir hätten lieber die Umfahrung wählen sollen. Auch das große Schlammloch quer über den Waldweg zum Einstieg, das wie ein Warnhinweis uns eigentlich davon abhalten sollte, umfuhren wir geschickt an der Seite bis wir einige Meter dahinter auf die weit größeren und tieferen Schlammpfützen trafen. Wir hatten die Wahl zwischen ganz viel Schlamm oder viel Schlamm. So arbeiteten wir uns da durch, natürlich mit einem Umfaller in einer großen Pfütze und mussten uns dann wie die Bauarbeiter in das große Loch stellen, um das Moped wieder aufzurichten. Als wäre das nicht schon genug gewesen ging es dann einen steilen Hang hinauf mit Querrillen und losem Geröll. Als wir dann endlich nach gefühlt einer Ewigkeit an der Straße rauskamen, die auch die Umfahrung gewesen wäre, waren wir beide erst mal fertig. Für diese 2km brauchten wir ca. 2h, die Umfahrung wäre in 10 Minuten erledigt gewesen. Bei der anschließenden Pause berieten wir uns und beschlossen, sollten wieder solche Abschnitte kommen, drehen wir rechtzeitig um und nehmen eine Umfahrung in Kauf.
Aber es kam dann so etwas nicht mehr, eher schöne Schotterwege, die auch ab und zu mal technisch wurden. So wurde unser Frustlevel wieder abgebaut, aber leider nicht unsere Kräfte aufgebaut. Wir kamen dann auch erst gegen 18.30 in unserem Hostel am Tagesziel in Anso an. Ein Dorf, das bereits am Fuße der Hohen Pyrenäen liegt. Auch hier waren es zu dieser Stunde noch gut 30 Grad wie auch den ganzen Tag über bereits, auch das zerrte an unseren Kräften.
Der Gastwirt erkannte aber unser dringendes Bedürfnis sofort nach einem kühlen Blonden und kaum saßen wir, stand das begehrte Getränk auch schon vor uns. Auch die Küche wird von ihm und seiner Frau alleine betrieben, und das Essen war sehr gut. Um uns herum saßen dann zu später Stunde weitere abenteuerlustige Motorradfahrer, einmal aus England und dann noch aus Frankreich. Ein kleiner Plausch zum Schluss und wir beide liegen nun im wohlverdienten Bett, aber jeder in seinem Zimmer!
Morgen geht es weiter hoch hinauf, sind wir heute bereits bei 1.000m werden wir wohl morgen bereits an die 2.000 Höhenmeter erreichen. Ich hoffe es wird dort kühler sein. Wir haben auch bereits beschlossen den schwierigsten Anstieg von der morgigen Tour, der zu ganz Letzt kommt, auf übermorgen zu verschieben. Denn es ist meist nicht gut, wenn man zum Ende des Tages noch eine größere Herausforderung meistern muss und eigentlich schon mit seinen Kräften am Ende ist.
We will see!
Tolle Tour - nur weniger Umfallen!
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