Wir sind angekommen am Tor zur Sahara. Heute starteten wir auf eine kurze Verbindungsetappe nach Foum Zguid, ein Ort der nahe am Rand der ersten Dünen liegt. Als alternative Route hatten wir eigentlich eine Strecke am Rande der südlichen Ausläufer vom Atlasgebirge ausgesucht, leider ist die aber an einigen Stellen unterbrochen und so mussten wir die Straße nehmen, d.h. 120 km eine Gerade durch ein karges Land. Wären da nicht ab und zu mal ein paar Dromedare aufgetaucht, einmal sogar direkt vor meinem Vorderreifen, hätte ich mich in meinen Gedanken zu dieser Reise verloren. Angekommen am Ort war dieser auch schnell durchfahren, es ist mehr eine Oase und unsere Auberge sieht eher nach einer kleinen Festung aus. Nach dem ganzen Luxus der letzten beiden Tage wieder back to the roots, einfache Zimmer aber sauber. Am Abend kam dann Abdou vorbei, unser Guide für die nächsten zwei Tage. Ein junger dunkler, schlanker Araber mit gutem Englisch und wir unterhielten uns über die kommende Tour und sprachen auch über Privates. Sehr, sehr nett und wir haben ein gutes Gefühl. Morgen 08:30 holt er uns zusammen mit seinem Kumpel Eddi ab, sie fahren dann die Tour mit dem Jepp vor, und für den Notfall kann einer von beiden ein Motorrad übernehmen sollten es Tom oder ich nicht schaffen durch die Dünen und Sand zum Camp zu kommen. Dabei werden wir Mittags zur grössten Hitze in seinem Nomaden Dorf im Dessert zum Lunch einkehren und dann erst weiterfahren wenn die Sonne wieder tiefer steht.
Wir sind beide schon ganz gespannt auf die Fahrt, klappt alles, schaffen wir es oder müssen wir abbrechen. Weder Tom noch ich waren schon mal in solch einer Gegend, sind solche Strecken gefahren. Ich hatte mich zwar auf Sand vorbereitet mit meiner Offroad Tour durch die Niederlande - hier gibt es zahlreiche Fliesspads, die nur aus feinem Sand bestehen, aber ich weiss nicht ob das mit dem was uns morgen erwartet vergleichbar ist. Na zum Glück brauchen wir unser Gepäck nicht selber zu tragen, das kommt mit dem Jepp mit und sollte das Fahren erheblich erleichtern.
Übermorgen kann ich dann sicherlich berichten wie es gelaufen ist, denn morgen Abend denke ich werden wir keine Internetverbindung im Dessert haben.
Drückt uns die Daumen!
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