Den gestrigen Tag haben wir mit einem sehr entspannten Erholungstag auf dem Campingplatz verbracht. Gerhard und ich fuhren nach Shkodra, um ein paar Sachen zu erledigen - Apotheke besuchen für neue Medikamente, Kühlflüssigkeit für sein Moped auftreiben und etwas Bargeld abholen. Und schon war der Tag vorbei. Ich hatte mir für die zwei Nächte auf dem Campingplatz ja ein Zimmer gemietet und das war sehr erholsam.
Heute Morgen ging es dann recht früh los in Richtung des Track 3 vom ACT. Da aber Jens und Gerhard nicht so früh aufstehen wollten, um die Fähre über der Koman See zu erreichen, die bereits um 09:00 ablegt, und wir bis zum Fähr-Port ca. 2,5 Stunden Anfahrt gehabt hätten, beschlossen wir auf Asphalt auf den dritten Teil des Tracks zu fahren. Nach ca. 90km herrlicher Fahrt über geschwungene Kurven durch das bergische Hinterland, trafen wir auf den Einstieg vom Track. Von dort aus ging es dann nur noch Off-Road bis zum Ziel. Dabei wurde die Strecke nach anfänglicher Schotterpiste immer anspruchsvoller und auch die Wege führten dann oft über kleine Pfade von einem Berg zum anderen. Schmale Spuren quer durch den Wald und Flussdurchfahrten erschwerten den weiteren Verlauf. Aber alles ging gut, wir schafften jede Rampe und kamen zum Nachmittag in dem kleine Dorf Rreshen an.
Da das Wetter nach Regen aussah, suchten wir nach einem Hotel, fanden eines, aber nach Besichtigung der Zimmer, die eher nach einem Stundenhotel aussahen und entsprechende Gerüche verbreiteten, entschlossen wir einen Campingplatz aufzusuchen. Den fanden wir dann auch nach dem zweiten Anlauf. "Lakosa" ist ein idyllischer Platz, hier laufen Truthähne, Enten, Gänse und weiteres Federvieh frei über den Campingplatz. Als wir ankamen waren wir die einzigsten Gäste und gleich bestellen wir unsere Grill-Platten für das Abendbrot. Derweil trudelten dann plötzlich sechs weitere Reisende auf ihren Motorrädern ein, und zur Überraschung war das die Gruppe vom Youtuber "Teilzeitschaf", den ich persönlich schon auf anderen Events kennengelernt habe. So ist der Platz nun in fester Hand von deutschen Enduristen und bereits jetzt um 22:30 ist Stille eingekehrt - alle haben das Bedürfnis nach Schlaf.
Ich beende hier nun auch meinen Bericht für heute, denn auch mir fallen die Augen gleich zu. Obwohl es herrlich ist hier bei Nachtstimmung unter den Obstbäumen zu sitzen und die letzten Vögel beim Singen zu zuhören. Ich denke gleich werden sich andere Töne dazu gesellen.
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hi stefan
AntwortenLöschenverfolge deine reisebeschreibung. viel spass euch wieterhin. hats dich mit dem reifen doch mal erwischt... lg tom