Dienstag, 21. Juni 2022

2022 - Ab zu den Schafen - Day 51

Das gestrige B&B war ja schon abseits in einem verschlafenen Dorf, das heutige ist noch einsamer. Ich bin auf einem alten Hof mit einem Pferdegestüt für die nächsten zwei Nächte nicht weit entfernt von Bayeux in der Normandie und auch nicht weit vom Omaha Beach, den ich morgen erkunden werde. Das alte Herrenhaus oder war es doch eher eine Scheune wurde recht neu zu einem B&B umgebaut. Der Frühstückraum ähnelt eher einem Tanzsaal, der Flur zu den Zimmern ist mit Linoleum ausgelegt und überall riecht es nach Desinfektionsmittel, ähnlich wie in einem Krankenhaus. Werde ich aushalten, dafür ist es hier ungemein still und mein Motorrad steht wieder in Sichtweite vor meinem Zimmerfenster.

Ich war erst recht spät heute im B&B angekommen, mit mir zeitgleich ein Pärchen aus England und Holland, und wir suchten alle gemeinsam das B&B. Denn bei Booking.com war mal wieder eine nicht vollständige Adresse hinterlegt.
Ich hatte mich gestern Abend noch entschieden den Umweg über die Westküste hoch nach Cheerbourg über die Route de Cap abzufahren. Das waren immerhin dann 350 km als Tagestour aber von Cheerbourg wollte ich dann über die Nationalstraße gen Süden fahren. So fuhr ich heute Morgen bei grauen Wolken los und je weiter ich gen Osten kam, desto blauer wurde der Himmel und meine Stimmung besserte sich auch merklich. Zumal ich hier in der Normandie anfangs recht schöne Nebenstraßen abfuhr. Erst weiter im Norden kam ich auf die Route de Cap und diese Strecke erinnerte mich mal wieder an Irland, grüne Flächen bis zur Kante der Klippe aber ohne Schafe!

Zum Essen fuhr ich dann nach Bayeux, eine wirklich typische Kleinstadt in der Normandie, viele alte Häuser rund um die schöne Kathedrale. Beim Besichtigen stellte ich fest, ob ich noch irgendwo Einschusslöcher in den Hauswänden zu sehen waren, denn hier ist auch alles auf die Besichtigungstouren an den D-Day Stränden ausgelegt.

Merkt ihr, ich habe keine nennenswerten Ereignisse mehr zu berichten. Ich denke das liegt auch daran, dass die Franzosen auch sich anders gegenüber den Touristen verhalten. Selbst als Motorradfahrer, der nun oft in der letzten Zeit angesprochen wurde, ist man äußerst zurückhaltend.

Die berühmte Stadt im Meer, Le Mont-Saint-Michel habe ich mir nur aus weiter Entfernung angeschaut. Da ich die Stadt nicht besuchen wollte, hatte ich auch keine Lust mich in die Kolonne der WoMo's zu begeben, um dann nur ein Foto aus nächster Nähe zu schießen zumal es heute auch dafür zu trüb war

Jetzt überkommt mich eine tiefe Müdigkeit und bevor ich den Bericht gar nicht mehr fertig bekomme, höre ich jetzt lieber auf zu schreiben und lade noch die Bilder hoch.

Hier die Tour vom Tag:  https://www.relive.cc/view/v36APn93JGO

In weiter Ferne - Mont-Saint-Michel

Unterwegs in der Normandie


 

Auf zur Route de Cap




Die oberste Spitze am Kap


Bayeux


Kathedrale von Bayeux






Am B&B









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